Aguas Calientes – das Tor zu Machu Picchu

Wenn Sie die historische Stätte und UNESCO-Weltkulturerbe Machu Picchu besuchen möchten, werden Sie früher oder später in Aguas Calientes landen, einem 2.000 Seelen Ort im Urubambatal und der letzte Ort vor der legendären Inka-Stätte.

Aguas Calientes – was so viel bedeutet wie „heiße Quellen“, die sich übrigens knapp über dem Dorf befinden –  ist nur über eine Schmalspurbahn von Cusco aus zu erreichen, es gibt bis heute keine Straßenverbindung. Hier endet auch die Peruanische Südbahn (Ferrocarril del Sur) für Touristen.

Die Ortschaft, die offiziell Machu Picchu Pueblo heißt, verfügt über zahlreiche Hotels, Restaurants und Shops, ist allerdings touristisch nicht unbedingt aufregend. Aber das bedeutet nicht, dass es nichts zu sehen gäbe.

Die heißen Quellen von Aguas Calientes

Die namensgebenden Quellen sind einfach zu finden: Sie folgen einfach  der Straße immer den Hügel hoch. Die Anlage öffnet jeden Morgen um 5.00 Uhr früh, und da es hier tagsüber doch recht voll werden kann, ist es ratsam, so früh wie möglich aufzutauchen. Gegen Ende des Tages ist nicht nur das Wasser in den Pools nicht mehr besonders heiß, es ist auch nicht mehr besonders sauber!

Falls nötig, können Sie am Eingang gegen eine kleine Gebühr sowohl Handtücher als auch Badebekleidung ausleihen.

Hier können Sie die schmerzenden Muskeln entspannen und im Anschluss in einem der vielen Massagesalons (richtige Massage, nichts Anrüchiges) noch eine wohltuende Behandlung genießen

Das Machu Picchu Museum und Botanischer Garten

Am Fuße des Wanderwegs nach Machu Picchu können Sie über eine Brücke auf die andere Seite des Ortes spazieren. Im Museum finden Sie zahlreiche Artefakte und interessante Fakten über Machu Picchu und das Leben der Inka zu den Hochzeiten dieser Kultur.

Und der Botanische Garten ist ein wahres Paradies, um ein wenig die Umgebung zu genießen und sich vielleicht vor der Wanderung nach Machu Picchu auszuruhen.

Essen, Trinken und Shoppen

Es gibt zahlreiche Restaurants, in denen Sie gut Essen können. Allerdings kann man  mittlerweile mit dem stetigen Fluss an Besuchern auch ein weniger schönes Phänomen beobachten: nicht nur sind die Preise verhältnismäßig äußerst hoch, einige der Restaurantbesitzer versuchen Sie auch mit billigen Preisen zu locken, um dann später auf die Rechnung noch einen Service- und Steuern aufzuschlagen. Das können Sie umgeben, in dem Sie schon im Voraus auf einen Fixpreis bestehen und ein freundliches „No tax, no servicio, no nada mas“ anführen.

Auch Getränke in den Shops sind etwas hochpreisiger als in Cuzco. Ob es sich allerdings lohnt, für einen Peso, den man spart, den ganzen Weg über eine 2,5 l Wasserflasche mit sich rumzuschleppen, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Auf der Straße nach Machu Picchu findet sich ein großer Markt mit allem, was man benötigen könnte. Zudem findet vor dem Bahnhof ein Kunsthandwerksmarkt statt, auf dem Sie kunterbunte Andenken finden können. Auch hier sind die Preise etwas höher, aber die Ware dafür äußerst kreativ und qualitativ hochwertig.

So kommen Sie hin

Die Züge nach Aguas Calientes starten von Cuzco aus und benötigen rund 1 Stunde und 45 Minuten für die Strecke, die sich in Serpentinen bis ins Urumbabmatal ziehen. Die Kosten für die Hinfahrt betragen rund 55 – 85 Dollar.

Falls Sie sich etwas ganz besonderes gönnen möchten, nehmen Sie den Hiram Bingham Zug, in dem ein Observations-Wagon  mit Glasdach wundervolle Ausblicke auf die imposanten Anden gewährt und Sie während der Fahrt mit exquisiten Leckereien verwöhnt werden.

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