Cajamarca – Karneval, Natur und Geschichte

Cajamarca – Karneval, Natur und GeschichteCajamarca, wo einst das letzte Stündlein des Inka-Reichs schlug, verwandelt sich heute jedes Jahr im Februar und März in ein kunterbuntes Spektakel, wenn nämlich der Karneval Einzug hält. Aber auch sonst ist Cajamarca weit über seine Stadtgrenzen hinaus bekannt: für seine Inka-Bäder, die heißen Quellen, und für die malerische Umgebung. Ach ja, und für die Dutzenden Kirchen und Kolonialgebäude im Barock-Stil, die man sonst nirgendwo im Land finden kann. In Cajamarca vermischen sich die Tradition der Inka mit den Einflüssen der spanischen Kolonialisierung und es wird so eine einzigartige Atmosphäre geschaffen.

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Das Ende der Inka

Hier in Cajamarca war es, wo Inka-Herrscher Atahualpa nach seinem Sieg im Bürgerkrieg von 1528 – 1532 gegen seinen Bruder sein Lager aufschlug. Aber er konnte sich nicht lange an diesem Sieg erfreuen, denn noch im selben Jahr sollten die Spanier unter der Führung des spanischen Eroberers Francisco Pizarro einfallen und Atahualpa in der Schlacht von Cajamarca festnehmen. Was danach folgte, war der unweigerliche und tragische Niedergang des Inka-Reiches – verbunden mit dem Einzug des Katholizismus.

Der Boden in dieser Region ist extrem fruchtbar, deswegen wird hier viel Gemüse und Obst angebaut. Aber auch Rinderherden können sich an den grünen Wiesen ordentlich satt essen. Deshalb gilt nicht nur das Fleisch Cajamarcas als echte Delikatesse, sondern auch die Milch- und Käseprodukte sind heiß begehrt. Vor allem die „Manjar Blanco“, eine Art Brotaufstrich aus Milch, Zucker und Vanille, ist legendär.

Die Kirchen von Cajamarca

Direkt am Plaza de Armas (dem Hauptplatz der Stadt) liegt die Cajamarca Kathedrale, dort wo früher das Gerichtsgebäude der Stadt stand. Erbaut im Jahr 1665 (und 1682 vom Tempel zur Kathedrale aufgestiegen) erhebt sich das Gebäude in den Himmel und ist wohl das prägnanteste Exempel des peruanischen Barocks. Der Altar im Inneren ist handgeschnitzt und mit edlem Blattgold überzogen.

Die San Francisco Kirche aus dem Jahr 1699 ist ebenfalls ein schönes Beispiel für die barocke Architektur Cajamarcas. Hier wurde 1952 ein geheimer Eingang unter dem Altar gefunden, der in dunkle Katakomben führt, wo zahlreiche Gräber von Franziskanerordensmitgliedern und Adligen gefunden wurden. Zur Kirche gehört außerdem noch ein Kloster sowie ein Museum für religiöse Kunst.

Die Kirchen Cajamarcas haben alle eine kuriose Gemeinsamkeit: keine von ihnen hat fertiggestellte Türme. Das liegt daran, dass die Stadtverwaltung jedes Jahr nur einen bestimmten Betrag für die Restauration bereitstellt – und Kirchentürme stehen da wohl in der Prioritätenliste ganz weit hinten.

Will man sich ein umfassenden Bild von Cajamarca „aus der Vogelperspektive“ machen, sollte man zum Santa Apolonia Aussichtspunkt wandern, der zwei Straßenblöcke entfernt des Hauptplatzes liegt. Auf dem Berg kann man nicht nur das Panorama über die Stadt genießen, sondern auch einige Ruinen aus der vor-spanischen Zeit besichtigen.

Die Baños del Inca & die großen Mönche

Nur 7 Kilometer außerhalb der Stadt finden sich die Thermalbäder Cajamarcas, die Baños del Inca. Der Legende nach soll Inka-Herrscher Atahualpa exakt hier gebadet haben, als die ersten Spanier in Cajamarca einfielen. Heute kann man die alten heißen Bäder nicht nur besuchen, sondern auch selbst in (wesentlich moderneren) Thermalbädern entspannen, sich eine Massage gönnen oder andere Spa-Anwendungen buchen. Die Preise sind sehr günstig (zum Beispiel 20 Soles für eine halbstündige Massage). Am schönsten ist ein Besuch in den Inka-Bädern übrigens, wenn gerade die Sonne aufsteigt und die Lichtverhältnisse so eine magische Atmosphäre schaffen.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist die Ausgrabungsstätte von Cumbemayo etwa 20 km südwestlich der Stadt. Ein über 1000 Jahre altes Aquädukt und zahlreiche Höhlenmalereien versetzen einen in eine längst vergessene Zeit. Die Stätte befindet sich in direkter Nähe zu einer beeindruckenden Felsformation, die aufgrund ihrer menschenähnlichen Form auch „die großen Mönche“ genannt wird.

Wie kommt man hin und wo kann man bleiben?

Wer mit dem Bus über die weltberühmte Panamericana fahren möchte, hat eine 13 Stunden Fahrt von Lima aus vor sich. Aber immerhin gibt es einen gut getimten und überaus hübschen Stopp in Trujillo, an dem man sich stärken kann.
Cajamarca hat seinen eigenen (winzigen) Flughafen, der regelmäßig von Lima aus angeflogen wird. Der Flug dauert etwa 1 Stunde und 15 Minuten.

In der Region ist es eigentlich immer angenehm warm und sonnig bei einer Durchschnittstemperatur von ca. 22° Celsius – ein Besuch lohnt sich also rund ums Jahr.
Das Hotel Costa del Sol Wyndham Cajamarca lädt mit seinem ruhigen Pool im Innenhof, einem Restaurant, einer Bar und natürlich freiem WLan zu geruhsamen Abenden ein, an denen man sich von der Reise ausruhen kann. Ein weiterer Vorteil: es liegt direkt am Plaza de Armas, man ist also mitten drin im Geschehen und die meisten Sehenswürdigkeiten können zu Fuß erreicht werden. Für Ausflüge außerhalb der Stadt eignen sich übrigens die Shuttle-Kombis, die man hier finden kann. Sie kosten oft nur einen Bruchteil dessen, was man für ein Taxi bezahlen würde.

Weiterführende Links
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