Chiclayo – Strände, Tanzen und imposante Ausgrabungsstätten

Chiclayo – Strände, Tanzen und imposante AusgrabungsstättenChiclayo ist die Stadt mit den vielen Beinamen: Stadt der Freundschaft, die heldenhafte Stadt oder auch Perle des Nordens wird sie auch genannt. Sie gehört mit fast einer Millionen Bewohner zu den größten Ballungsräume im Norden Perus und hat sogar einen eigenen Flughafen. Manch Besucher behauptet sogar, dass Chiclayo das „bessere Lima“ sei, denn es ist nicht so überfüllt oder so groß, dass man den ganzen Tag in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen muss und trotzdem lebendig und quirlig genug, um selbst abends viel unternehmen zu können.

Das Herz Chiclayos liegt etwa 20 Kilometer entfernt vom Südpazifik, zudem finden sich in der Umgebung zahlreiche archäologische Schätze – unter anderem mit 4000 Jahren die ältesten Wandmalereien, die bis heute auf beiden amerikanischen Kontinenten entdeckt wurden.

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Bewohnt seit dem 1. Jahrhundert

Chiclayo Huaca Arco Iris

Die Region rund um Chiclayos und der nördlichen Küste Perus ist schon seit dem 1. Jahrhundert bewohnt. Die Mitglieder der Mochica-Kultur siedelten hier nicht nur, sie arbeiteten sogar ein ausgeklügeltes System aus Kanälen und Verbindungen aus, um Landwirtschaft zu betreiben. Bekannt sind die Moche vor allem für ihre einzigartigen Töpferarbeiten und die Werkzeuge und Schmuck aus Kupfer. Der Grund für den Untergang der Kultur ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, man geht allerdings davon aus, dass Naturkatastrophen, die durch El Nino ausgelöst wurden, Schuld daran haben könnten.

Nach den Mochica entfaltete sich die Lamayeque-Zivilisation, welche zwar viele der Traditionen und Sitten der Moche übernahm, aber nie an deren Erfolge anknüpfen konnte. Und auch sie fielen schließlich El Niño zum Opfer.
Inoffiziell wurde das heutige Chiclayo im 16. Jahrhundert unter dem Namen „Santa Maria de los Valles de Chiclayo“ gegründet, doch erst 300 Jahre später, 1835 offiziell zu einer Stadt ernannt.

Sehenswürdigkeiten in Chiclayos

Der großzügig angelegte Park mitten in der Stadt ist ein beliebter Ausgangsort für Bummel durch die Straßen Chiclayos. Drei Wasserdüsen in einem Wasserbecken formen die Flagge Perus, wenn sie losgehen und rund um den Park finden sich Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, die imposante Kathedrale und einige historische Gebäude wie das Theater, die es sich durchaus zu besichtigen lohnt.
Die Kathedrale mit ihren zwei großen Türmen stammt aus dem Jahr 1869 und in ihrem Inneren sind prächtige Gemälde von Gustave Eiffel ausgestellt.
Doch alle „normalen“ Touristenattraktionen verblassen neben dem Hexenmarkt. Von verzauberten Heiltränken über Schutzamulette, vom Talisman bis hin zu mysteriösen Pulvern und Salben, hier wird man garantiert „verzaubert“ – wenn schon nicht von den meist vollkommen unwirksamen Souvenirs, dann doch durch die einzigartige Atmosphäre. Allerdings sollte man beim Einkauf aufpassen: Tiere (auch nicht lebendige), die auf Artenschutzlisten zu finden sind, sollte man auf keinen Fall mit in den Koffer nach Hause packen, denn das kann am Zoll richtig Ärger geben und teuer werden!

Die Grabkammer des Señor de Sipán

Chiclayo Pyramiden

In den Achtziger Jahren wurde rund 35 km östlich von Chiclayo eine aufsehenerregende Entdeckung gemacht: die Grabkammer des „Señor de Sipán“. Man weiß bis heute nicht genau, wer er war (sehr wahrscheinlich ein hoher Adliger), aber seine Grabkleidung war mit Gold, Silber und Juwelen verziert und auch die Grabkammer voll mit unbezahlbaren Schätzen. Er soll vor über 1.600 Jahren gelebt haben, aber wann genau und wie er ums Leben kam, bleibt bis heute ein Rätsel.

Die Schätze, die aus der Grabkammer geborgen wurden, kann man heute im Brüning Museum in Lambayeque 11 km von Chiclayo entfernt, bewundern.

Das Tal der Pyramiden

Sipan ist nicht die einzige wichtige Ausgrabungsstätte in der Gegend. Túcume, das Tal der Pyramiden, ist ebenfalls nicht weit von der Stadt entfernt und zieht besonders Hobbyfotografen magisch an. Ganze 26 Pyramiden verteilen sich über das Gebiet und werden von einer sehr aktiven Community gepflegt und instand gehalten.

Ein Trip zur Küste

Wenn man schon so nah am Wasser ist, sollte man die Gelegenheit nutzen und sich aufs Surfbrett schwingen. Das kleine Örtchen Pimentel ist ein modernes Beach Resort, wo man allerlei Wassersportaktivitäten ausprobieren kann. Und mit ein bisschen Glück begegnet man einem peruanischen Fischer, der auf seinem traditionellen „Caballitos de totora“, den typischen Schilf-Floßen, seinen Tagesfang an Land bringt.

Aktivitäten

In Chiclaya können Sie allerhand unternehmen:

  • Das Museo de sitio Huaca Rajada ist ein kleines aber sehr sehenswertes Museum
  • Am Strand von Playa Pimentel können Sie einen schönen Spaziergang unternehmen und finden mit Sicherheit frischen fritierten Fisch
  • Besuchen Sie den Plaza de Armas. Für wenig Geld können Sie hier auch eine private Führung buchen
  • Direkt am Plaza de Armas befindet die die Kirche „Iglesia Santa Maria“. Sie gehört zu den größten im Norden von Peru
  • Der „El Paseo de las Musas“ ist eine Parkanlage mit helenischen Statuen und lädt zum verweilen ein
  • Nahe des Plaza de Armas befindet sich die katholische Kirche „Iglesia San Antonio de Padua“
  • Im Paseo Yortuque lernen Sie in die Kultur der Moche mit ihren großen Statuen kennen
  • Besonders am Abend lohnt sich ein Besuch des Palacio Municipal de Chiclayo, wenn er beleuchtet ist
  • Ein Besuch in der 4000 Jahre alten Ausgrabungsstätte Arqueologico Ventarron
  • Im Batan Grande entdecken Sie das Zeitalter der Sican Kultur
  • Im Mercado Artesanal de Monsefu finden Sie eine große Auswahl an peruanischen Handwerksarbeiten
  • Besichtigen Sie die Pyramiden „Piramedes de Pampagrande“

Wie kommt man hin und wo kann man bleiben?

Chiclayo liegt etwa 780 km nördlich von der peruanischen Hauptstadt Lima entfernt. Es gibt tägliche Flüge nach Lima (etwa 1 Stunde), aber auch ins nahegelegene Trujillo (15 Minuten) und Charterflüge nach Cajamarca.
Will man mit dem Bus über die Panamericana nach Chiclayo fahren, dauert die Reise knapp 11 Stunden, ist dafür aber spottbillig. Ein weiterer Vorteil: man sieht nicht nur was von Peru, sondern man lernt auch die Menschen, die dies ihre Heimat nennen, kennen.

Hotels in Chiclayao

In Chiclayo gibt es von einfachen Hostels bis hin zu luxuriösen Resorts jede Art der Unterbringung. Eine komfortable und günstige Unterkunft ist das Hotel Embajador in der Calle 7 de Enero 1368. Für 25 – 35,- Euro pro Nacht und Person bekommt man W-LAN, Frühstück, Flughafentransfer, einen Whirlpool und vieles mehr geboten.

Casa Andina Select Chiclayo
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Villa Santa
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LP Los Portales Hotel Chiclayo
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Hotel La Posada del Ingles
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WinMeier Hotel y Casino
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