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Mythos der Vergangenheit

Die Pyramiden von El Brujo und die Señora de Cao

El Brujo y la Señora de Cao

Unweit der Küstenstadt Trujillo findet sich eine archäologische Ausgrabungsstätte aus der Moche-Periode, die zwar auf den ersten Blick recht unspektakulär erscheinen mag, aber ihre wahren Schätze im Inneren verbirgt: die Pyramiden (oder Huacas) von El Brujo – und die Überreste der wohl einzigen weiblichen Anführerin aus dieser Zeitepoche.

Im El Brujo Komplex finden sich Überreste aus der Moche-Kultur, aber auch von anderen, späteren Kulturen. Kommt man zur Ausgrabungsstätte sieht man zunächst nichts besonderes. Das liegt daran, dass die Moche ihre Gebäude und Pyramiden aus Schlammziegeln erbaut haben – und die sind natürlich dank El Nino und anderen Naturgewalten irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes weggeschmolzen.

Aber gleichzeitig haben sich die Überreste wie eine schützende Schicht über die Konstruktionen darunter gelegt, die überraschend gut erhalten sind. Allerdings wurden die oberen Ebenen – vor allem der Huaca El Brujo und der noch älteren Huaca Cao Viejo – von Grabräubern ausgeräumt. Doch sie haben auch allerlei Artefakte übrig gelassen, die nun Stück für Stück zurück an die Oberfläche und ins Gedächtnis der Menschheit getragen werden.

Die Tempelmauer von Cao Viejo erhebt sich über 5 Stockwerke über der Zeremonial-Plaza in der Mitte. Die Wandmalereien und Reliefe zeigen Krieger und nackte, gefesselte Gefangene, Menschenopfer und andere grausige Szenen. Daraus schließen Archäologen, dass die Huaca Cao Vieho ausschließlich für Rituale genutzt wurde.

Die Señora de Cao

Señora de Cao

Doch die eigentliche Überraschung erwartete die Forscher, als sie im Jahr 2006 eine kunstvoll verzierte Grabkammer öffneten: Im Inneren fand sich die Mumie eines Moche-Herrschers aus dem 4. Jahrhundert – und die Mumie war weiblich!

Das war insofern eine Sensation, da man bis dato davon ausgegangen war, dass die Moche-Kultur streng patriarchisch und ausschließlich von Männern angeführt wurde. Die Mumie erlange einigen Ruhm, als der renommierte TV-Sender National Geographic eine Dokumentation über sie veröffentlichte. So im Lichte der Öffentlichkeit machte sich sogar eine Nachbildung der Mumie auf Weltreise und konnte so von Interessierten rund um den Globus begutachtet werden.

Das Original aber ist in dem kleinen Museum am Fuße der Pyramide ausgestellt. Sowohl das Museum als auch die Grabkammer in El Brujo können besichtigt werden, gemeinsam mit zahlreichen Artefakten, Schmuck und kostbaren Textilien.

Wie kommt man hin?

Die Pyramiden von Brujo liegen etwa 45 Minuten nördlich der Küstenstadt Trujillo. Wer von der Hauptstadt Lima aus anreist, kann entweder in den Flieger springen (Flugzeit ca. 55 Minuten) oder mit dem Bus über die Panamericana tingeln. Die Distanz zwischen Trujillo und Lima beträgt 557 Kilometer, die Busreise dauert 7 – 8 Stunden.

In Trujillo angekommen, sollte man für einen Besuch bei den Huacas El Brujo am besten eine Tour mit Führung buchen. Das kann man am besten im Centro Historico, der historischen Altstadt Trujillos. Mit einem spanischen Führer kostet die Tour – inklusive Busreise, Tour durch die Anlage und Besuch des Museums – um die 30 – 50 Soles. Möchte man einen englischsprachigen Führer, kann man noch mal etwa 30 Soles drauflegen.

Wer die Anlage auf eigene Faust erkunden möchte, zahlt 10,- Soles Eintritt, auch hier kann man sich spontan einen Guide dazubuchen.

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