Tumbes

Traumstrände, Mangrovensümpfe und die Schlacht der Manglaren

Tumbes – Traumstrände, Mangrovensümpfe und die Schlacht der Manglaren
Im Norden Perus, nur knappe 10 km entfernt von der Grenze zu Ecuador, liegt Tumbes mit seinen knapp 110.000 Einwohnern. Nach den trockenen Wüsten ist Tumbes und seine Umgebung eine wahre Explosion an verschiedensten Landschaften: von traumhaften Sandstränden über sumpfige Mangroven bis hin zu üppigen Regenwäldern, hier wird Abwechslung groß geschrieben.

Doch seltsamerweise gilt Tumbes nicht so sehr als Touristenattraktion als vielmehr das „Tor zu den Sehenswürdigkeiten“. Durch seinen Flughafen, der hauptsächlich von Lima angeflogen wird, hat Tumbes den Ruf als „Zwischenstopp auf dem Weg zu aufregenderen Plätzen“ – zu Unrecht, denn die Kleinstadt hält einiges für Besucher in petto.

Aufregende Geschichte im Kampf um Peru

Der Boden rund um Tumbes hat bereits eine aufregende und zum Teil auch sehr blutige, turbulente Vergangenheit hinter sich. Schon vor der Errichtung und Ausweitung des Inka-Reiches lebte hier ein Völkchen namens Tumpis – und das zu Hochzeiten mit über 170.000 Stammesangehörigen! Doch auch nach der Übernahme durch die Inka war Tumbes eine bedeutende Hochburg für das Reich, vor allem politisch.
Unter dem Inka-Kaiser Huayna Capac wurde die Bedeutung von Tumbes noch erweitert, und einiges in die Konstruktion neuer Gebäude und Straßen investiert.

Doch alles sollte sich – wie so häufig in der südamerikanischen Geschichte – ändern, als der spanische Eroberer Francisco Pizarro seinen Fuß in Tumbes setzte. Sein erster Besuch in der Stadt fand 1528 statt, doch erst vier Jahre später sollte er mit seinen Männern einfallen, um in der Schlacht um die Manglaren Tumbes zu erobern. Es heißt, Pizarro habe als Zeichen seines Sieges ein riesiges Kreuz aufstellen lassen.

1740 erklärte Tumbes seine Unabhängigkeit von Spanien und wollte sich offiziell Peru anschließen – allerdings sollte es bis 1998 dauern, bis der ewige Streit um die Zugehörigkeit zwischen Peru und Ecuador endgültig geklärt werden sollte.

Sehenswürdigkeiten in Tumbes

Die Innenstadt von Tumbes ist lebhaft, kunterbunt und lebendig. Alle Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander und können so bequem zu Fuß erkundet werden. Alles in allem sollte man für eine Tour durch Tumbes einen Zeitrahmen von etwa vier Stunden einplanen, in denen man die Sehenswürdigkeiten ansteuert.
Der Plaza Prinzipal, der Hauptplatz im Stadtzentrum, ist ein guter Startort für einen Bummel durch Tumbes. In seiner Mitte steht eine Konzertmuschel, die nicht nur als Bühne für zahlreiche Auftritte lokaler Musiker fungiert, sondern mit ihren kunstvollen Mosaiken auch ein extrem beliebtes Bildmotiv darstellt. Die Mosaike zeigen die Ankunft der Spanier, den Kampf Häuptling Chilimasas mit seinen Mannen gegen Pizarro und natürlich die atemberaubende Natur der Region.

Das Malecón III Milenio ist ein lang gezogenes Gebäude am rechten Ufer des Flusses, welches Überflutungen während der Regenzeit verhindern soll. Aber ist das Wetter schön und das Wasser ruhig, hat man von hier einen einzigartig schönen Blick über das gesamte Tumbes-Tal mit dem gemächlich dahinfließenden Gewässer.

Auf den Spuren von Jesus geht es in der Paseo Jerusalen: in der Fußgängerzone finden sich Mosaike, die das Leben und Wirken Christi nachstellen. Die Hauptsehenswürdigkeit ist eine imposante Jesus-Statue mitten auf dem Platz.

Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt

Die Cabeza de Vaca ist eine archäologische Ausgrabungsstätte nur 10 Autominuten außerhalb von Tumbes. Hier finden sich zahlreiche Steingebäude, die noch aus der Zeit vor den Inkas stammten und eine Vielzahl von Knochen, kunstvoll gefertigten Töpferarbeiten und Werkzeugen in sich verbargen. Die Namensgebende Cabeza de Vaca ist ein Pyramidenstumpf, der eine Grundfläche von immerhin 250 m x 100 m aufweist.

Wen es mehr an den Strand zieht, der fährt nach Playa i Manglares de Puerto Pizarro. Die pittoreske Fischerbucht ist nicht nur Ausgangsort für Touren in die tiefen Mangrovenwälder, sondern auch zu Bootfahrten zu den besten Stränden der Gegend: die Inseln Hueso de Ballena (der Walknochen) und „Amor“ verfügen über einen blütenweißen Strand und azurblaues, klares Wasser.

Das Santuario Nacional de los Manglares de Tumbes liegt etwa 30 km und damit eine knappe Stunde Autofahrt von Tumbes entfernt. Das Naturschutzgebiet ist Heimat für eine bunte und abwechslungsreiche Tierwelt – allerdings darf man das Gebiet nur mit einer behördlichen Genehmigung besuchen (die allerdings, wenn man eine Tour in das Schutzgebiet bucht, meist automatisch vom Veranstalter eingeholt wird).

Tipps für die Reise nach Tumbes

Tumbes hat seinen eigenen kleinen Flughafen, der von Lima aus angeflogen wird. Der Flug dauert 1 Stunde und 40 Minuten. Wer lieber mit dem Auto die Strecke, die sowohl hübsche Bergpanoramen als sich schlängelnde Küstenstraßen bereit hält, fährt, der kann sich auf eine Busfahrt von etwa 20 Stunden und 1.270 km Weg gefasst machen.

Und auch für Unterkünfte ist natürlich gesorgt. Das „Hotel B’liam“ zum Beispiel liegt in direkter Nähe zum Hauptplatz und den Einkaufsläden und bietet freies W-Lan, Flachbildfernseher und Zimmerservice – und das zu einem Preis für knapp 50,- Euro die Nacht.

Wer lieber am direkt am Strand übernachten will, dem empfehlen wir das Hotel Royal Decameron Punta Sal.

Hotels in Tumbes

Los Balcones de ZorritosLos Balcones de Zorritos

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La Posada De Los TumpisLa Posada De Los Tumpis

Casa de Playa AlarconCasa de Playa Alarcon

Klima und Temperaturen

Tumbes liegt rund 600 km unterhalb des Äquators. Das Wetter in Tumbes und Umgebung ist rund ums Jahr angenehm und eine wirklich ausgeprägte Regenzeit gibt es hier nur selten. Die Höchsttemperaturen liegen knapp über 30° Celsius, aber im Durchschnitt bei etwa 27° Celsius.

Klimatabelle Tumbes

Wetter Tumbes
23°
27°
DIE
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26°
FR
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