Die beliebtesten Reiseziele Perus vom Urwald bis zu den Inkas

Faszination Südamerika: Peru und seine Regionen

Peru verbindet man oft mit dem Reich der Inkas oder mit den Anden. Dann ist da die Geschichte der Kolonialisierung und mit ihr viele Zeugnisse in Form architektonischer Beispiele. Wassersportfreunde werden sagen, dass man in Peru gut surfen kann, und in den letzten Jahren wurde Perus Küche von World Travel Awards mehrfach zu einer der besten weltweit gekürt. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Reiseziele in den unterschiedlichen Regionen des faszinierenden Landes vor. Peru lässt sich in unterschiedlicher Hinsicht in Regionen aufteilen. In landschaftliche Regionen zum Beispiel – die Küste, die Sierra und die Selva – oder einfach geografisch in Nord, Süd und Mitte. Lernen Sie hier ein Land kennen, das Sie sicher faszinieren wird.

Perus Top Reiseziele von Nord nach Süd

Das bekannteste Highlite in Peru ist ohne Zweifel Machu Picchu. Seit 2017 besuchen immer mehr Touristen die im Norden gelegene Festung Kuelap, auch das Machu Picchu des Nordens genannt. Wer genügend Zeit für seinen Peru Urlaub mitbringt sollte in jedem Fall einen Abstecher hierhin machen.

Peru

Einwohner:
31,7 Millionen

Fläche:
1.285.000 km²
(drittgrößte Land in Südamerika)

Höchster Punkt:
6768 m Nevado Huascarán

Tiefster Punkt:
0 m Pazifischer Ozean

Sprache:
80% Castellano (Spanisch), Quechua, Aymara

Religion:
Katholisch: 89,03%
Evangelisch: 6,73%
Andere: 2,56%

BIP:
231,57 US Milliarden (Stand 2017)

Touristen:
4 Millionen

Reiseziele im Norden

Peru in Gegensätzen

Der Norden Perus wird von Gegensätzen beherrscht. Östlich der Anden wächst üppiger Regenwald, während im Westen an der Pazifikküste eine Wüste zu finden ist. Unter den vielen möglichen Reisezielen lassen sich zum Beispiel die Regionen Amazonas und Lambayeque nennen. Erstere besitzt neben vielen im Regenwald beheimateten Tieren und Pflanzen auch aus den alten Kulturen stammende Denkmäler.

Zum Beispiel ist hier eine Begräbnisstätte der Chachapoyas zu finden, das Mausoleo de Revash. Wer eine kleine Anstrengung nicht scheut und die zweistündige Wanderung auf sich nimmt, wird auf in eine Felswand gehauene Formationen stoßen, die, Häuserfasssaden ähnlich, nebeneinander aufgereiht sind. Letztere Region, Lambayeque, eignet sich nicht nur hervorragend für einen Bade- oder Wassersporturlaub, sondern ist auch für seine Königsgräber und Pyramiden von Sipán in der Nähe der Stadt Chiclayo bekannt.

Reiseziele in Zentral – Peru

Perus Zentrum

Was verbirgt sich in Perus Zentrum? Da ist zum einen die Region Pasco mit ihren unterschiedlichen Landschaften: Regenwald und kahlen Andenhängen. Oder reisen Sie in die Region Huánuco, in der sich Tingo Maria befindet, eine Kleinstadt, die für ihre grünen Hügel, darunter La Bella Durmiente, die Schlafende Schönheit, bekannt ist. Huánuco ist quasi das Tor zum Amazonas, zum Regenwald. Beide Reiseziele sind der perfekte Ort für einen erholsamen oder aktivitätenreichen Aufenthalt in der Natur, doch auch die Zentren der Städtchen sind einen Blick wert. Übrigens liegt der mit 6.768 Metern höchste Berg Perus in der Landesmitte, der Huascarán in der Region Áncash. Doch ist er nicht die einzige Attraktion der Region, Áncash reicht bis an die Küste, und in den verschiedenen Gegenden wird teilweise Quechua gesprochen, die Sprache der Inkas. Der kulturelle Reichtum, auch wenn Áncash zu den weniger bekannten Reisezielen gehört, ist enorm.

Alte Zeiten und Moderne in Lima

Nicht zu vergessen, weil ein Kapitel für sich, ist Lima. Wer per Flugzeug nach Peru reist, kommt automatisch dorthin. Die Hauptstadt steht für einen wichtigen Teil der peruanischen Geschichte, nämlich die Kolonialisierung. Zahlreiche Bauten, zum Beispiel an der Plaza Mayor, stammen aus dieser Zeit.

In Lima finden Sie hervorragende Beispiele für die Vorliebe der Peruaner für schön gestaltete Plätze, und auch alte Kulturen sind in Lima reichlich vertreten. Manche sind in Form von Bauten, den Huacas, sichtbar, andere leben in den zahlreichen Museen fort. Bewundern Sie Keramiken, Schmuck und Textilien, die in den unterschiedlichsten Regionen Perus gefunden und in der Hauptstadt zusammengetragen wurden.

Neben den alten Kulturen finden Sie in Lima das pralle moderne Leben, Kunst, den Unterschied zwischen Arm und Reich, Einkaufszentren und Märkte, wie Sie sie vielleicht noch nie gesehen haben. Lima eignet sich natürlich auch für eine kulinarische Reise – durch Peru, aber auch in andere Länder der Erde. An Lima angeschlossen ist die Stadt Callao mit dem wichtigsten Hafen des Landes. Hier landeten einst die Spanier, um Peru zu erobern, Piraten tummelten sich auf den Inseln vor der Küste.

Die Reiseziele im Süden Perus

Schilfboote oder die Weiße Stadt?

Arequipa, die Weiße Stadt, ist eines der beliebtesten Reiseziele im südlichen Peru. Erbaut wurde die Stadt teilweise aus dem hellen Gestein, das von drei in der Umgebung liegenden Vulkanen stammt, daher der Beiname. Besonders gut zu sehen ist das Baumaterial im aus der Kolonialzeit stammende und nach Erdbeben wiederholt aufgebaute Kloster Santa Catalina, das Sie bei einem Besuch in Arequipa auf keinen Fall auslassen sollten.

In kulinarischer Hinsicht ist Arequipa gleichfalls interessant. In den sogenannten Picanterias herrscht die regionale Küche in ihrer ganzen Vielfalt vor. Doch auch Naturfans kommen in dieser Region auf ihre Kosten. Wanderungen in den Anden sind ein besonderes Erlebnis, zum Beispiel zum Colca Canyon und dem dort befindlichen Cruz del Condor, wo sich am Morgen mit etwas Glück Kondore bei ihrem Flug beobachten lassen.

Ebenso im Süden Perus liegt einer der berühmtesten Seen der Welt, der Titicaca-See. Hier lebt noch eine alte Tradition fort: Das Volk der Uros lebt auf Schilfinseln, wohnt in aus Schilf gebauten Häusern und benutzt Schilfboote. Und wenn Sie weiter durch Perus Süden fahren möchten, kommen Sie an einen Ort, der zwar vielen Menschen vom Namen her bekannt ist, den Forschern aber bis heute Rätsel aufgibt: die Ruinenstadt Machu Picchu.

Heilige Tal der Inka

Ollantaytambo – die letzte Stadt im Heiligen Tal

Heiliges Tal der Inka

Region: Sierra

Islas Ballestas

Artenreiches Meeresschutzgebiet

Islas Ballestas

Region: Costa

Tambopata

Naturreservat im Regenwald des Amazonas

Tambopata

Region: Selva

Geografische Regionen

Perus Grenzen & Regionen

Perus Grenzen im Norden verlaufen an Ecuador und Kolumbien, im Süden an Chile, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Westen bildet der Pazifik den natürlichen Grenzverlauf. Mit einer Fläche von 1.285.216 km² ist das Land hinter Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land in Südamerika.
Geografische Regionen Peru

Obwohl Peru über 84 der weltweit 117 vorhandenen Klimazonen verfügt, lässt sich Peru in drei natürliche Regionen unterteilen. Im Westen die Costa, die trockene Wüstenlandschaft der Pazifikküste, in der Mitte die Sierra mit den Anden und dem Andenhochland und im Osten La Selva, das tropische und immer grüne Tiefland des Amazonas.

La Selva im Osten

Rund 60 Prozent des östlichen Territoriums Perus sind vom Regenwald bedeckt, der in weiten Teilen noch unerforscht und am dünnsten besiedelt ist. Die Region ist weitestgehend unerschlossen und verfügt über wenige Straßen, da der Regenwald beinahe undurchdringlich ist.

La Sierra im Zentrum

Die Sierra in der Mitte des Landes bedeckt circa 30 Prozent der Fläche Perus und ist mit ihren hohen Bergen vom andinen Hochplateau geprägt. Die Gebirgsregion der Anden im Zentrum des Landes nimmt ungefähr 30 Prozent der Gesamtfläche Perus ein und ist von vielen Gipfeln der bis zu 6.000 Meter hohen Berge mit Schneegipfeln und dem andinen Hochplateau geprägt.

Im Norden befinden sich die Gebirge der Schwarzen Kordillera, die mit ihrer Höhe nicht an die Schneegrenze kommen. Im Nordosten, in den Weißen Kordilleren befindet sich der Huascarán, der mit seinen 6.768 Metern auch der höchste Berg Perus ist. In diesem Gebiet sind die Gipfel der hohen Berge mit Schnee- und Eis bedeckt.

Je weiter es in den Süden geht umso niedriger werden die Bergmassive. Das ganz im Süden von Peru gelegene Hochlandbecken des Altiplano befindet sich auf circa 3.500 Metern Höhe. Hier befindet sich auch die faszinierende Landschaft des Titicaca-Sees.

La Costa im Westen

Der Westen mit seiner Pazifikküste ist ein schmaler Wüstenstreifen, der circa 10 Prozent des Gebietes von Peru ausmacht. Hier regnet es sehr selten. Der vor der Küste verlaufende kalte Humboldtstrom sorgt in der meisten Zeit des Jahres für Küstennebel und leichten Nieselregen. Der Wüstenstreifen ist durchzogen von Flussoasen, die aus den Anden zum Meer verlaufen. Wunderschön sind die grünen Küstencordilleren, auch Lomas genannt, auf denen Wüstenpflanzen, Kakteen und Sträucher wachsen, die ihren Wasserbedarf aus dem Nebel beziehen. Entlang der Küste von Nord nach Süd zieht die sich die teils sehr gut ausgebaute Panamericana entlang und lädt zur Entdeckungsfahrt ein.