Der Amazonas

Abenteuer, Artenvielfalt und eines der letzten unberührten Naturparadiese der Welt – der Amazonas in Südamerika übt seit jeher eine enorme Faszination aus. Der gigantische Fluss nimmt seinen Anfang in Peru, wo er durch seine beiden Quellflüsse Marañón und Río Ucayali gespeist wird. Von dort geht seine Reise quer durch Brasilien bis hin zur Atlantikküste. Neben- und Zuflüsse des Amazonas vergrößern sein Einzugsgebiet um die Länder Kolumbien, Venezuela und Bolivien.

Amazonas – Regenwald der Superlative

Die Maßen an Süßwasser, die der Amazonas und all seine Nebenflüsse transportieren, sorgen für eines der fruchtbarsten Gebiete auf Erden. Das Amazonasbecken umfasst 6 Millionen Quadratkilometer und bedeckt somit weite Teile der nördlichen Hälfte des südamerikanischen Kontinents. Auch 60 % der Fläche von Peru sind mit dichtem Regenwald bedeckt. Doch nicht nur seine Größe machen den Amazonas und den Regenwald zu einem erstaunlichen Gebiet. Hier herrscht auch die mit Abstand größte biologische Vielfalt aller Regenwälder weltweit und noch lange sind nicht alle der hier lebenden Tier- und Pflanzenarten entdeckt und erforscht.

Der längste Fluss der Welt?

Die Antwort auf die Frage wie lang der Amazonas tatsächlich ist, beschäftigte Forscher und Abenteurer seit der Entdeckung der Neuen Welt. Dabei liefern sich der Amazonas und der Nil schon seit über 100 Jahren ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des längsten Flusses der Welt. Erst vor wenigen Jahren wurden beide Flüsse erneut mit genauesten Methoden berechnet und der Amazons wird seitdem mit einer offiziellen Gesamtlänge von 6992 Kilometern geführt. Er ist damit 140 Kilometer länger als sein afrikanischer Konkurrent. Taucht man erst einmal ein in die faszinierende Welt dieses Gebietes sind Zahlen aber schnell vergessen. Überall entlang des Flusses warten spektakuläre Landschaften, die auf der ganzen Welt ihresgleichen suchen. Erleben auch Sie das Abenteuer Amazonas und begeben Sie sich in Peru auf eine unvergessliche Reise.

  • bromeis amazonas

Den Amazonas in Peru erleben

Mehr als die Hälfte des peruanischen Staates liegt im Einflussgebiet des Amazonas und gleich an mehreren Ausgangspunkten können Sie als Besucher eine ausgiebige Tour in den Regenwald starten. Die bedeutendsten von ihnen sind die Städte Puerto Maldonado im Südosten und das von der Außenwelt über den Landweg abgeschottete Iquitos im Norden. Von beiden Punkten aus gelangen Sie zu Fuß und mit Booten in die Tiefen des Regenwaldes, wo teilweise luxuriöse Lodges, aber auch einfache Camps zur Übernachtung zur Verfügung stehen. Eine Nacht im peruanischen Regenwald ist garantiert Abenteuerurlaub pur und Natur hautnah.

Die schönsten Region des Amazonas in Peru

Der Manu Nationalpark in Peru beherbergt mit über 200 verschiedenen Arten die vielfältigste Säugetierpopulation der Welt und mehr Vogelarten als jeder andere Nationalpark. Im wenige Stunden entfernten Tambopata Candamo Reservat haben Schmetterlinge und Orchideen die Region farbenfroh für sich erobert. Von Iquitos aus erstrecken sich die unendliche Weiten des Regenwaldes und das sich stets verändernde Flussnetzwerk des Amazonas. Das touristische Angebot reicht hier von individuellen Reisen auf kleinen Motorbooten bis zu Flusskreuzfahrten in größeren Gruppen. Das Erlebnis Amazonas kann in Peru ganz auf Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt werden.

  • Jaguar

    jaguar im amazonas

Die unglaubliche Tierwelt des Amazonas

Artenvielfalt wohin das Auge reicht – der Amazonas ist die Heimat von mehr Tierarten als jede andere Region der Welt. Ob Säugetiere, Vögel, Fische oder Insekten, jede Familie zeichnet sich durch faszinierende Vertreter aus und immer wieder stoßen Forscher und Biologen auf bisher unbekannte Arten. Manche von ihnen sind vom Aussterben bedroht und sowohl Peru als auch die anderen Länder im Einzugsgebiets des Amazonas versuchen durch Naturschutzgebiete ihren Lebensraum zu erhalten.

Der Jaguar – König des peruanischen Dschungels

Während die Raubkatze anderenorts zurückgedrängt wird, ist die Jaguarpopulation in Peru auf hohem Niveau beständig. Als Besucher einen Blick auf eines der scheuen Tiere zu erhaschen ist trotzdem nur mit viel Glück möglich. Wer seinem Glück ein wenig nachhelfen will, kann dies beispielsweise im Manu Wildlife Center im Nationalpark Manu im Südosten Perus tun. Auch ohne Jaguarsichtung wartet hier eine unübertreffliche Tierwelt auf Sie. Ein weiterer weltberühmter Bewohner des Amazonas ist die bis zu neun Meter lange Riesenschlange Anakonda. Obwohl die Anakonda und der Jaguar gleichermaßen viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sind die heimlichen Herrscher des Dschungels wohl die Insekten. So leben auf einem einzigen Baum in Teilen des Regenwaldes mehr unterschiedliche Insektenarten als in ganz Großbritannien.

Affen, Faultiere und rosa Delfine

Auf einer Reise durch das Amazonasgebiet können Sie eine Vielzahl von Tieren hautnah erleben. Besonders häufig und das ganze Jahr über zeigen sich die rosa Amazonasdelfine und verschiedenste Affenarten. Laut machen die Brüllaffen auf sich aufmerksam, während Gruppe von Springaffen sich gekonnt von Ast zu Ast schwingen. Hoch in den Baumkronen genießt das Faultier seine täglich 20 Stunden Schlaf und versucht durch möglichst langsame Bewegungen nicht die Aufmerksamkeit von Raubtieren auf sich zu lenken. Die Tierwelt im Amazonas zu beobachten bereitet stundenlanges Vergnügen und ist ein garantiertes Highlight auf jeder Reise durch den Regenwald von Peru.

  • pacaya-samiria

Natur hautnah im Pacaya Samiria Reservat

Dicht und undurchdringlich zeigt sich der Amazonas Regenwald in Peru. Nur per Boot sind die meisten Gegenden zu erreichen und auf dem Wasserweg gelangen Sie auch in das Pacaya Samiria Reservat, das größte Naturschutzgebiet von Peru. Hauptaugenmerk des Gebietes ist die Erforschung und Erhaltung des lokalen Ökosystems, der Schutz gefährdeter Tierarten und ein möglichst schonender Tourismus. Erleben Sie auf einer Reise durch das Pacaya Samiria Reservat über 800 verschiedene Pflanzenarten in den buntesten Farben und erfreuen Sie sich an den vielen Nagetieren, Affen, Reptilien und Vogelarten. Auch die Amazonasdelfine, die im Erwachsenenalter einen rosa Hautton annehmen, sind hier zu Hause. Ein Teil der indigenen Bevölkerung von Peru lebt ebenfalls in Dorfgemeinschaften im Naturschutzgebiet.

Iquitos – Die fast isolierte Stadt im peruanischen Amazonas

Ausgangspunkt für viele Touren und Kreuzfahrten auf diesem Abschnitt des Amazonas ist die Stadt Iquitos. Obwohl hier fast 400.000 Menschen leben, ist Iquitos auf dem Straßenweg nicht erreichbar, verfügt aber über einen Flughafen.Wer abenteuerlustig ist kann auch mit dem Schiff von Yurimaguas in Richtung Iquitos starten. Die Fahrt auf dem Frachter dauert 3 Tage, für Verpflegung muss jeder selbst sorgen und zum schlafen dienen Hängematten auf dem Deck des Schiffs.

Bereits die Ankunft in der von Jesuiten gegründeten Stadt mit reicher Geschichte ein Erlebnis für sich. Ortskundige Reiseleiter führen interessierte Besucher aus aller Welt über das Wasser des Amazons tief hinein in das Herz des Regenwaldes von Peru. Die Expeditionen wecken den Entdeckergeist in jedem und im Pacaya Samiria Reservat werden genau die Vorstellungen wahr, die jeder vom Amazonasgebiet hat. Enttäuschungen sind ausgeschlossen.

  • regenwald im amazonas

Die beste Reisezeit für den Amazonas in Peru

Generelle unterteilt sich das Jahr im Amazonasgebiet von Peru in zwei Zeiten: Wasserhochstand von Dezember bis Mai und Wassertiefstand von Juni bis November. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz und eignet sich für einen unvergesslichen Besuch im Regenwald. Von November bis Februar herrscht Regenzeit, wobei der Regenwald seinem Namen das ganze Jahr über gerecht wird. Regen gehört zum Amazonas, er kann und sollte nicht vermieden werden.

Wasserhochstand im Winter

Die durchschnittliche Temperatur zwischen Dezember und Mai liegt bei 30 Grad Celsius. In dieser Periode lassen sich sämtliche Gewässer des Amazonasgebiets mit Booten befahren und auf den Amazonas Touren ist ein noch tieferes Eindringen in den Regenwald möglich. Viele der tierischen Bewohner der Region zeigen sich bei Wasserhochstand noch häufiger, der große Niederschlag lockt gleichzeitig aber auch deutlich mehr Moskitos an. Mit dem richtigen Mückenschutzmittel ist das aber kein Hindernis für ein gelungenes Abenteuer im Amazons.

Wassertiefstand im Sommer

Von Juni bis November klettert die Temperatur auf durchschnittlich 37 Grad Celsius. Die überfluteten Regionen der Regenzeit können nun per Fuß auf Wanderungen erkundet werden. Die trockenere Zeit gewährt Blicke auf die komplette Vogelbevölkerung des Amazonas und ist gleichzeitig die richtige Periode zum Angeln. Vielleicht gelingt Ihnen der Fang eines Piranhas, dem sicherlich berühmtesten aller Fische des Amazonas. Egal für welche Reisezeit Sie sich entscheiden, der Amazonas in Peru bietet das ganze Jahr über ein Naturspektakel, das an jedem einzelnen Tag reizvoll ist.

Der Amazonas in Peru

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