Aguas Calientes – auch Machupicchu pueblo genannt

Aguas Calientes

Aguas Calientes – das Tor zu Machu Picchu

Wenn Sie die historische Stätte und UNESCO-Weltkulturerbe Machu Picchu besuchen möchten, werden Sie früher oder später in Aguas Calientes landen, einem 2.000 Seelen Ort im Urubambatal und der letzte Ort vor der legendären Inka-Stätte.

Aguas Calientes – was so viel bedeutet wie „heiße Quellen“, die sich übrigens knapp über dem Dorf befinden –  ist nur über eine Schmalspurbahn von Cusco aus zu erreichen, es gibt bis heute keine Straßenverbindung. Hier endet auch die Peruanische Südbahn (Ferrocarril del Sur) für Touristen.

Die Ortschaft, die offiziell Machu Picchu Pueblo heißt, verfügt über zahlreiche Hotels, Restaurants und Shops, ist allerdings touristisch nicht unbedingt aufregend. Aber das bedeutet nicht, dass es nichts zu sehen gäbe.

Aguas Calientes Peru

Zugfahrt nach Aguas Calientes

Die heißen Quellen von Aguas Calientes

Die namensgebenden Quellen sind einfach zu finden: Sie folgen einfach  der Straße immer den Hügel hoch. Die Anlage öffnet jeden Morgen um 5.00 Uhr früh, und da es hier tagsüber doch recht voll werden kann, ist es ratsam, so früh wie möglich aufzutauchen. Gegen Ende des Tages ist nicht nur das Wasser in den Pools nicht mehr besonders heiß, es ist auch nicht mehr besonders sauber!

Falls nötig, können Sie am Eingang gegen eine kleine Gebühr sowohl Handtücher als auch Badebekleidung ausleihen.

Hier können Sie die schmerzenden Muskeln entspannen und im Anschluss in einem der vielen Massagesalons (richtige Massage, nichts Anrüchiges) noch eine wohltuende Behandlung genießen

Das Manuel Chávez Ballón Museum und der botanische Garten

Am Fuße des Wanderwegs auf der Hiram Bingham Road nach Machu Picchu können Sie über eine Brücke auf die andere Seite des Ortes spazieren. Hier befindet sich das Manuel Chávez Ballón Museum und der Botanische Garten. Im Museum finden Sie zahlreiche Artefakte und interessante Fakten, die es ihnen ermöglichen zu verstehen wie Machu Picchu erbaut wurde und wie das Leben der Inka zu den Hochzeiten dieser Kultur war.

Der Botanische Garten ist ein wahres Paradies, um ein wenig die Umgebung zu genießen und sich vielleicht vor der Wanderung nach Machu Picchu auszuruhen. Mit über 200 verschiedenen Orchideenarten finden Sie hier eine prachtvolle Ausstellung dieser schönen Pflanzen. Den Zutritt zu diesen beiden Sehenswürdigkeiten erhalten Sie mit ihrem „Machu Picchu Ticket“.

Der Putucusi Berg auf 2560 Metern

Die Wanderung zum Putucusi Berg gehört zu den schwierigsten Aktivitäten, die Sie in Agua Calientes machen können. Um die Tour dorthin zu machen sollten Sie in einer guten körperlichen Verfassung sein. Die Anstrengung, um auf den Berg zu gelangen wird mit einem atemberaubenden und wenig bekannten Ausblick auf die Inka-Stadt belohnt.

Der erste Abschnitt ist nur mit Hilfe eines Seils, an dem Sie sich hinaufziehen müssen zu bewältigen. An dieser Stelle geben viele Touristen ihr Unterfangen bereits auf. Auf dem darauffolgenden Abschnitt wird ihr Mut herausgefordert dann Sie müssen sechs aufeinanderfolgende Holztreppen besteigen die viel Mut und Sicherheit erfordern. Um bis zur Spitze von Putucusi die auf gleicher Höhe wie Machu Picchu liegt zu gelangen müssen Sie dann noch einen kleinen Kamm passieren. Oben angekommen haben Sie einen Ausblick über den dichten Dschungel, die Stadt Agua Calientes und Machu Picchu.

Für diese Tour sollten sie neben einer guten körperlichen Verfassung auch Handschuhe, ein Seil und einen Gurt mitbringen. Die Kleidung sollte sowohl für Regen als auch zum Schutz vor der Sonne geeignet sein. Wer unter Höhenangst leidet sollte diese Tour meiden. Sie wird als herausfordernde Schwierigkeit eingestuft und führt über steile Pfade an felsigen Hängen.

Die Mándor Gärten – ein ökologisches Paradies

Die Mándor Gärten befinden sich circa eine Fußstunde von Agua Calientes entfernt. Die Gärten sind seit den 60er Jahren im Privatbesitz und stehen seit Ende der 90er Jahre allen Touristen für einen Besuch offen.

Neben Orchideen, Farnen, Begonien, Pilzen und vielen anderen Pflanzen haben Sie hier die echte Chance den vom Aussterben bedrohten Brillenbär in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten. Im Garten befindet sich ein Wasserfall mit kristallklarem Wasser der auch Lebensraum für viele weitere wichtige Tierarten ist die in ihrem Überleben bedroht sind. Besuchen Sie diesen Ort mit Respekt vor der Natur und tragen Sie damit zu seiner Erhaltung bei.

Essen, Trinken und Shoppen

Es gibt zahlreiche Restaurants, in denen Sie gut Essen können. Allerdings kann man  mittlerweile mit dem stetigen Fluss an Besuchern auch ein weniger schönes Phänomen beobachten: nicht nur sind die Preise verhältnismäßig äußerst hoch, einige der Restaurantbesitzer versuchen Sie auch mit billigen Preisen zu locken, um dann später auf die Rechnung noch einen Service- und Steuern aufzuschlagen. Das können Sie umgeben, in dem Sie schon im Voraus auf einen Fixpreis bestehen und ein freundliches „No tax, no servicio, no nada mas“ anführen.

Auch Getränke in den Shops sind etwas hochpreisiger als in Cuzco. Ob es sich allerdings lohnt, für einen Peso, den man spart, den ganzen Weg über eine 2,5 l Wasserflasche mit sich rumzuschleppen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die günstigste Option zum Einkaufen ist der Lebensmittelmarkt von Aguas Calientes. Dort können Sie ein Mittagessen für 8-10 Sohles (3 USD) erhalten.

Auf der Straße nach Machu Picchu findet sich ein großer Markt mit allem, was man benötigen könnte. Zudem findet vor dem Bahnhof ein Kunsthandwerksmarkt statt, auf dem Sie kunterbunte Andenken finden können. Auch hier sind die Preise etwas höher, aber die Ware dafür äußerst kreativ und qualitativ hochwertig. Peruaner sind es gewohnt das mit ihnen gefeilscht wird. Wenn Sie also etwas kaufen wollen, dann versuchen Sie den Preis zu drücken in dem sie sagen „Algo menus“. Wenn Sie gut verhandeln, erhalten Sie einen Preis der zwischen 20-30% niedriger ist als die erstgenannte Summe.

So kommen Sie hin

Aguas Calientes StatueDie Züge nach Aguas Calientes starten von Cuzco aus und benötigen rund 1 Stunde und 45 Minuten für die Strecke, die sich in Serpentinen bis ins Urumbabmatal ziehen. Die Kosten für die Hinfahrt betragen rund 55 – 85 Dollar.

Falls Sie sich etwas ganz besonderes gönnen möchten, nehmen Sie den Hiram Bingham Zug, in dem ein Observations-Wagon  mit Glasdach wundervolle Ausblicke auf die imposanten Anden gewährt und Sie während der Fahrt mit exquisiten Leckereien verwöhnt werden.

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Agua Calientes Provinz Urumbamba Distrikt Machupicchu

Einwohner: 4525
Fläche:
Höhe: 2040 Meter
Entfernung bis Cusco 112 km
Nächstgelegener Flughafen:
Aeropuerto Alejandro Velasco Astete
Avenida Velasco Astete, Cusco
Flughafencode: CUZ
ICAO-Code: SPZO
Municipalidad