Cusco auch Cuzco, Qusqu oder Qosqo

Cuzco in Peru

Cusco – die Mitte der Welt in den Anden

In den südlichen Sierras inmitten des fruchtbaren Andenhochlandes liegt die Stadt Cuzco, einst das Herz des Inka-Reichs und heute eine der wichtigsten Touristenattraktionen Perus.

Die charmante Kolonialstadt auf immerhin 3.416 Metern Höhe ist nicht nur selbst ein absolutes Must-See, Cusco gilt auch als idealer Ausgangspunkt für die zahlreichen Inka-Ruinen in der näheren bis weiteren Umgebung, unter anderem natürlich die weltberühmte Ruinenstadt von Machu Picchu.

Cusco ist eine faszinierende Mischung aus den Einflüssen der heutigen Quechua-Indianer und Zeiten der spanischen Kolonialisierung. So können Sie hier alte Inka-Mauern neben prunkvollen katholischen Kirchen bestaunen. Als UNESCO Weltkulturerbe ist die Altstadt von Cuszo weitestgehend unverändert geblieben und konnte sich so ihren ursprünglichen Charme bewahren.


Cusco Plaza de Armas

Cusco Peru, Plaza de Armas

Cathedrale de Cusco

Cathedrale de Cusco

Die Geschichte von Cusco

Schon vor ewig langer Zeit soll sich dort, wo heute Cusco steht, eine Siedlung der Tampus, einem Vorgänger der Quechua befunden haben. Aber erst um 1200 herum legte der „erste Inka“ Manco Capac gemeinsam mit seiner Schwester hier den Grundstein für das, was wir heute als Cusco kennen.

In den nächsten 250 Jahren konnte sich Cusco immer weiter entwickeln. Seine Herrscher ließen die so typischen Terrassenfelder anlegen, auf denen Mais und Getreide angebaut wurde, Kanäle bauen, die die Stadt mit frischem Wasser versorgten und der Handel blühte. Cusco war nicht nur das kulturelle, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum des Inka-Reiches, so lange, bis der 11. Inka Huayna Capac 1493 das Inka-Reich übernahm. Er verlegte die „Hauptstadt“ nach Quinto – und irgendwie sollte das der Anfang vom Ende werden.

Denn er teilte das Reich kurz vor seinem Tod in zwei Teile auf: den Nördlichen, den er seinem Sohn Atahualpa zusprach und das seinen Sitz in Cajamarca hatte, sowie seinem Sohn Huascar, der den Süden mit Cusco behielt. Wie man sich denken kann, konnte das gar nicht gut gehen und schon bald bekriegten sich die beiden Brüder bis aufs Blut.

City Cuzco Blick von oben

Blick auf Cuzco

1532 überrannten die Truppen Atahualpas Cusco, nahmen Huascar gefangen und richteten ihn hin, sodass Atahualpa zum alleinigen Herrscher aufstieg. Viel Freude hatte er allerdings an seiner neuen Position nicht, denn noch im gleichen Jahr fielen die Spanier unter Pizarro in Cusco ein und zerstörten dabei fast die gesamte Stadt. Ein letzter Aufstand der Inka 1535 mit 100.000 Mann brachte fast den Sieg über die Spanier, wurde aber in letzter Sekunde abgewendet.

Damit endete nicht nur die Hochzeit der Inka, sondern auch die Bedeutung von Cusco. Pizarro gründete Lima an der Küste Perus, welches sich schnell zum neuen Zentrum des Landes entwickelte. Cusco hingegen existierte weiter als kleine, relativ unbedeutende Kolonialstadt – bis zu dem Tag, an dem Machu Picchu wiederentdeckt werden sollte.

Festivals Cusco Corpus Christi

Festival Corpus Christi

Als 1911 die Überreste der auf einem Berg liegenden Inka-Stadt Machu Picchu wiederentdeckt wurden, erwachte neues Interesse an der Region und plötzlich war Cusco wieder „angesagt“. Schnell entwickelte sich die Region zu der Touristenattraktion Perus, schaffte es aber trotz des neuen Besucheraufkommens seine Ursprünglichkeit zu bewahren.

Doch auch jetzt noch war das Glück Cusco nicht immer hold: immerhin wurde die Stadt mittlerweile zwei Mal – zum ersten Mal in 1650 und nochmals in 1950 – fast bis auf die Grundmauern durch Erdbeben zerstört. Fast? Ja, denn die massiven Inka-Mauern und einige der Kolonialgebäude haben auch dies überlebt und zeugen heute noch von der reichen und turbulenten Geschichte Cuscos.

Heute ist die quirlige Stadt das „Herz der Anden“ und lockt Jahr für Jahr mehr Besucher an. Und man hat sich darauf eingestellt, denn mittlerweile gibt es in Cusco zahlreiche Hotels, Hostels, Cafes und Restaurants – und natürlich dürfen auch die kunterbunten Märkte nicht fehlen!

Sehenswürdigkeiten in Cusco

Cusco Jesuitenkirche Plaza de Armas

Jesuitenkirche Plaza de Armas

Wie in vielen peruanischen – oder generell südamerikanischen – Städten schlägt der Puls im Zentrum, der „Plaza de Armas“. Hier erwarten Sie nicht nur Überreste der legendären Inka-Mauern, sondern auch pittoreske Kolonialgebäude. Rund um die Plaza gibt es viel zu sehen, und wenn Sie müde werden, können Sie sich in eines der vielen Cafés setzen und einfach dem Treiben auf der Straße folgen. Einziger Nachteil rund um die Plaza: Dutzende Straßenhändler, die Ihnen Andenken andrehen möchten. Halten Sie sich zurück, wir verraten gleich, wo sich das Souvenir-Shoppen wirklich lohnt!

Für viele der historischen Sehenswürdigkeiten in Cusco und Umgebung benötigen Sie ein sogenanntes „Boleto Turistico“, eine Art Eintrittsticket zu den Attraktionen. Das gibt es in drei verschiedenen Ausführungen:

  • Das Volle Ticket: für 130 Soles können Sie über 10 Tage hinweg sämtliche historischen Stätten besuchen
  • Das Studententicket für 70 Soles (Studentenausweis nicht vergessen!)
  • Ein Tagesticket, welches nur für eine bestimmte Anzahl von Stätten gilt.

Mit dem Ticket können Sie, neben historischen Stätten, auch zahlreiche Museen besichtigen, beispielsweise das Museo Municipal de Arte Contemporaneo, das Museo Historico Regional, das Centro Qusqo de Arte Nativo Danzas Folklorico und mehr.

Festivals in Cusco

Festivals in Cusco

Am Ende der Avenida del Sol steht das Monumento Pachacuteq, eine 22 m hohe Statue des Inka-Kriegerkönigs Pachacuteq. Die Statue steht auf einem zylindrischen Sockel, den Sie besteigen können – erwarten Sie allerdings keine berauschende Aussicht, denn das Monument steht im „unteren Cusco“.

Ebenfalls auf der Avenida del Sol, rund vier Blocks von der Plaza de Armas entfernt, liegt Qoricancha, eine der wohl interessantesten Sites in ganz Cusco. Der „Sonnentempel“ war die heiligste religiöse Stätte der Inka, und obwohl der Tempel von den Spaniern stark beschädigt wurde –  und sie einfach ihre Santo Domingo Kirche auf die Überreste gebaut haben – sind die Überreste der unteren Ebene immer noch einen Besuch wert. Der Anblick dieses „geschichteten“ Tempel-Kirchen-Mix‘ umgeben von der atemberaubenden Aussicht auf die Anden ist ein absolutes Highlight und lässt ganz deutlich die verschiedenen Bauweisen der Inka und der Spanier im Kontrast erkennen. Am besten unternimmt man eine geführte Tour, um mehr über die geschichtliche und architektonische Bedeutung zu erfahren. (Eintritt: 10 Sol).

Lecker und süß wird es im „ChocoMuseo“, dem Schokoladenmuseum. Hier können Sie einen kleinen Einblick in den Anbau von Kakaopflanzen und ihre Verarbeitung werfen und natürlich kann man sich mit leckerer Schokolade eindecken. Wenn Ihnen das noch nicht reicht, können Sie gegen einen kleinen Kostenbeitrag einen Schoko-Workshop buchen oder eine Tour auf eine der nahegelegenen Kakao-Farmen unternehmen. Oder Sie trinken einfach die leckerste Heiße Schokolade in Peru!

Generell lohnt es sich, einfach die Innenstadt von Cusco zu spazieren und die Atmosphäre und Architektur in sich aufzunehmen. Es gibt an quasi jeder Straßenecke etwas zu sehen und zu entdecken!

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf einen Blick

Plaza de Armas del Cusco (Hauptplatz)
Als Cusco noch die Hauptstadt der Inkas war hieß dieser Platz „Awqaypata“. Das Quechua-Wort bedeutet soviel wie „Ort des Kriegers“ und war ein wichtiger Ort für Zeremonien.

Hier wurden jedes Jahr die Feste Inti Raymi oder die Fiesta del Sol gefeiert. An diesem Platz rief auch der spanische Eroberer Francisco Pizarro die Besiegung und Eroberung der Stadt durch die Spanier aus.

Öffnungszeiten: Tagsüber und nachts
Lage: Umgeben von der Kathedrale der Stadt und der Gesellschaft Jesu


Catedral del Cusco (Kathedrale)

Die Kathedrale wurde in zwei Phasen erbaut. Zuerst wurde die Triumphkapelle auf dem alten Tempel von Suntur Wasi (Haus Gottes) errichtet. Danach kam die Kathedrale hinzu.

Hier befindet sich eine Sammlung an Gemälden der Cusco-Schule, sowie wertvolle Gegenstände aus geprägten Silber. Der Bau selbst zeichnet sich durch einen Renaissancestil aus. Im Inneren befinden sich zahlreiche Schnitzereien aus Zedern- und Erlenholz.

Öffnungszeiten:  10: 00-18: 00 Uhr, einschließlich Feiertage
Lage: Plaza de Armas


Templo de la Compañía de Jesús (Tempel der Gesellschaft Jesu)

Das erste Mal wurde der Tempel 1571 auf dem Gelände Amarucancha erbaut. Ein Erdbeben im Jahr 1650 zerstörte den Tempel so stark, dass er neu erbaut werden musste. Die ursprüngliche im Andenbarock gehaltene Fassade und die Türme sind noch sichtbar.

Im Inneren befindet sich der sehenswerte Hauptaltar mit drei aufgebahrten Leichen und den Salomonsäulen. Die hölzerne Kanzel ist mit barocken, plateresken und churrigueresken Altarbilder verziert. Ein besonderes Kunstwerk im Tempel ist die „Die Hochzeit von Martín García de Loyola mit Beatriz Clara Coya“.

Öffnungszeiten: 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.30 Uhr
Lage: Plaza de Armas


Barrio de San Blas (Das Viertel von San Blas)
Das Viertel das auch als Barrio de los Artesanos bekannt ist wurde im Kolonialstil erbaut und hat eine Vielzahl an wunderschönen Häusern, die in engen und steilen Gassen liegen.

Viele Familien in dem Viertel bieten ihre Häuser als Unterkunft an.

Öffnungszeiten: Tagsüber
Lage: 3 Blocks von der Plaza de Armas entfernt


Templo y Convento de La Merced (La Merced Tempel und Kloster)
Die zwischen 1657 und 1680 im barockstil erbaute Kirche hat in ihrer Sakristei einen wertvollen Schatz.

Hier befindet sich eine beeindruckende Monstranz aus Gold und Edelsteinen von 1,3 Metern Höhe und 22 kg Gewicht, gekrönt von einer großen Perle in Form einer Sirene, die als die zweitgrößte der Welt gilt.

Öffnungszeiten : Montag – Samstag 8: 00-12: 00 Uhr und 14: 00-17: 00 Uhr
Lage: Calle Mantas


Templo y Convento de Santo Domingo y Koricancha (Tempel und Kloster von Santo Domingo und Koricancha Cusco)
Laut den Chronisten war die Koricancha eines der beeindruckendsten Gebäude der Inkas.

Ganze Wände mit Blattgold bedeckt, hier war der Haupttempel des Sonnengottes.

Auf dem ursprünglichen Gelände errichteten die Spanier 1534 die Kirche und das Dominikanerkloster.

Mit dem Erdbeben von 1650 wurde das Gebäude stark beschädigt und wurde 1681 wieder aufgebaut. Das Kloster verfügt über eine wertvolle Kunstgalerie mit Gemälden aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Öffnungszeiten: Montag – Samstag 8:30-17:30 / 14.00-17.00 Uhr
Lage: Plazoleta Intipampa, Ecke El Sol Avenue und Santo Domingo Street


Templo y Convento de Santa Catalina (Santa Catalina Tempel und Kloster)

1605 wurden der Tempel und das Kloster auf dem Gelände der alten Acllahuasi oder „Casa de las Escogidas“ erbaut.

Die Architektur entspricht den letzten Phasen der Renaissance, mit römischen Bögen.

Im Inneren des Tempels sind noch die Spuren der ursprünglichen Konstruktion zu sehen.

Der Tempel verfügt über einen Ausstellungsraum mit Wandmalereien, Gold- und Silberarbeiten, Textilien, Skulpturen und Altarbildern.

Besuchszeiten: Während der Messe
Lage: Calle Santa Catalina Angosta


Templo y Convento de San Francisco (Tempel und Kloster von San Francisco)
Der im Mestizo-Stil erbaute Andentempel geht auf das Jahr 1774 zurück.

Im Inneren befinden sich barocke, in Holz geschnitzte und in Blattgold getauchte Altaraufsätze von dem sich der dem Ort San Francisco gewidmete Altar hervorhebt.

Der Legende nach geht nachts ein Franziskanerpriester, der sich in einer der Zellen des Klosters erhängt hat, durch das Kloster und läutet die Glocken.

Die vordere Plattform der Kirche ist Schauplatz des Wettbewerbs „Danzantes de Tijeras“ und der „Adoración de los Reyes Magos“.

Besuchszeiten: Tagsüber
Lage: Plaza Bolognesi


Palacio del Almirante (Palast Almirante)

Das heutige Inkamuseum befindet sich in einem alten Herrenhaus.

Hier finden Sie eine bedeutende Sammlung an archäologischen Fundstücken, sowie Gold- und Silberarbeiten und Textilien und Mumien.

Besuchszeiten: Montag – Freitag 8:00-18:00 Uhr und Sonntag 9:00-16:00 Uhr
Lage: Ort: Calle Cuesta del Almirante 153


Casa del Inca Garcilaso de la Vega (Haus der Inkas Garcilaso de la Vega)
Das regionale historische Museum beherbergt eine schöne Sammlung an Gemälden aus der Cusco-Schule.

Das Museum geht auf den Schriftsteller Inca Garcilaso de la Vega der am 12. April 1539 als Sohn des spanischen Kapitäns Garcilaso de la Vega y Vargas und der Cusco-Prinzessin Chimpu Ocllo geboren wurde.

Die Werke „Comentarios Reales“ und „La Florida del Inca“ bezogen sich auf die notwendige Rettung des Inkareichs.

Besuchszeiten: Montag-Freitag von 08:00 – 17:00 Uhr
Lage: Calle Heladeros


Museo Larco de Arte Precolombino (Larco Museum für präkolumbische Kunst)

Im Jahr 2003 wurde dieses Gebäude vollständig renoviert und ist seitdem ein präkolumbisches Kunstmuseum.

In den Räumen haben 450 Werke aus der Zeit von 1250 v. Chr. bis 1532 n. Chr.

Ihren Platz gefunden die aus 45.000 Objekten des Larco Archäologié Museum aus Lima stammen.

Ursprünglich war das aus dem Jahr 1450 stammende Gebäude „Kancha Inca“ der Wohnort des Eroberers Alonso Diaz 1580 und des Grafen Cabrera 1850.

Öffnungszeiten: Montag – Sonntag und Feiertage von 8:00 bis 22:00 Uhr
Lage: Plazoleta Nazarenas 231

Shopping in Cusco

Cusco Zentrum

Zentrum

Generell gilt: Souvenirs wie die beliebten bunten Textilien oder Pullover aus weicher Alpaka-Wolle kann man fast überall kaufen – die Frage ist halt nur, zu welchem Preis und welcher Qualität?

Vergleicht man Cusco beispielsweise mit Aguas Calientes (dem „Vorort“ vor Machu Picchu) merkt man schnell, dass die Preise in Cusco viel niedriger sind. Im Gegensatz zu Juliaca und Puno wiederum sind die Preise drei Mal so hoch. Also: Cuscos Preise liegen ungefähr im Mittelfeld und wenn Sie etwas sehen, das Ihnen gefällt, sollten Sie ruhig zuschlagen. Dabei können Sie natürlich immer versuchen, noch ein wenig zu Handeln, allerdings werden die Preise dabei nicht wesentlich runter gehen.

Der „Hauptmarkt“ von Cusco findet gleich neben der Plaza de San Francisco statt, ein paar Blöcke südwestlich vom Zentrum. Hier finden Sie nicht nur Lebensmittel, Snacks und Haushaltswaren, sondern auch eine schöne Auswahl an Textilien und Andenken.

Der San Pedro Markt richtet sich hauptsächlich an die Locals, aber auch hier erwarten Sie hübsche Souvenirs und handgewebte Schals und Co.

Lascar Imposing construction and the Iglesia de la Compañía de Jesús

Iglesia de la Compañía de Jesús

Der Kunstmarkt an der Kreuzung von Avenida del Sol und Tullumayo ist ein Mekka für günstigere Touristenartikel. Hier kann man sich perfekt mit Andenken für all die Freunde daheim eindecken, für die man nicht so tief in die Tasche greifen möchte.

Wenn Sie nachhaltig Shoppen und die Community unterstützen möchten, sollten Sie einen Abstecher zu Ayniart auf der Calle San Agustin unternehmen. Dieser Fair Trade Shop verkauft Waren wie Pullover, Wandbehänge, Kuscheltiere und Co., die von Frauen der Campesina handgefertigt werden. 70 % der Erlöse gehen direkt an die Hersteller und auch, wenn hier die Preise im Vergleich zu den Märkten ein wenig höher liegen, lohnt es sich, denn die Produkte sind von hervorragender Qualität. Und Sie wissen, Sie haben mit Ihrem Kauf direkt die Community unterstützt!

Archäologische Stätten rund um Cusco

Ruinas de Pisaq nahe Cuzco

Ruinas de Pisaq

Auch wenn Cusco immer als „Ausgangsort für Trips nach Machu Picchu“ angepriesen wird, so ist die alte Inka-Stadt doch immerhin vier Stunden weit entfernt. Warum in die Ferne schweifen, wenn in direkter Umgebung von Cusco viele weitere Sehenswürdigkeiten warten? Wenn Sie also einige Tage in Cusco verbringen, bevor Sie weiter nach Machu Picchu fahren, dann verraten wir Ihnen, was sich lohnt!

Da wären zum einen die vier Ruinen von Cusco. Die am nächsten zur Stadt gelegene davon ist Sacsayhuaman hoch über Cusco. Zu erreichen ist sie über die Plaza de Armas, wenn Sie der Plateros Straße nach oben folgen. Der Weg windet sich zu den imposanten Ruinen, von denen Sie übrigens auch einen exzellenten Ausblick über die ganze Stadt genießen können. Es ist lohnenswert, möglichst früh morgens zu kommen, dann ist es nicht so voll und die Wächter müssen nicht ständig Touristen mahnen, die abgesperrten Bereiche zu verlassen.

Ruinas de Pisaq CuscoQenko liegt noch ein Stückchen weiter oben. Falls Sie keine Lust haben, zu Wandern, können Sie sich für rund 1 Sole auch ein Taxi nehmeen. Qenko bedeutet auf Quechua so viel wie „Zick Zack“ und beschreibt die gezackten „Kanäle“, die in den Stein gehauen wurden. Durch einen Pass und eine Höhle gelangen sie zu einem Altar, auf dem einst Lamas (und manche munkeln sogar Menschen) geopfert wurden. Der große Obelisk in der Anlage ist ein Sonnenkalender, ein Beweis dafür, wie fortgeschritten das Wissen um Astronomie bei den Inka war. Und in den Nischen gleich gegenüber des Steines wurden hier einst die Überreste von Menschen und mumifizierten Körpern gefunden.

Wenn Sie die Ausdauer und Power besitzen noch weiter zu Klettern, können Sie nun der Straße folgen, um zu Pukapukara zu gelangen, einem ehemaligen „Checkpoint“ auf dem Weg zum Gipfel mit einer kleinen Festung.

Menschen in CuscoLast, but not least wäre da noch die am weitesten von Cucso entfernteste historische Stätte Tambomachay. Hier steht ein verzierter Brunnen, allerdings konnten Archäologen bis heute nicht rausfinden, wer für die Anlage verantwortlich war. Man glaubt, dass hier einst eine unterirdische Quelle entsprang, die durch den „Brunnendeckel“ vor dem Austrocknen oder Gift verfeindeter Völker geschützt werden sollte.

Für drei der vier Attraktionen benötigen Sie das Boleto Turistico. Unser Tipp: Fahren Sie mit einem Taxi bis nach Tambomachay und besichtigen Sie die Stätten in umgedrehter Reihenfolge – bergab ist immer angenehmer als bergauf! Sie finden an allen 4 Stätten gekühltes Wasser, Snacks sollten Sie sich selbst mitbringen. In Tambomachay gibt es sehr saubere Toiletten, die Sie als Besitzer eines Boleto Turisticos gratis nutzen können.

Essen und Trinken in Cusco

Cholita and her baby lama

Cholita und ihr Baby Lama

In den Restaurants und Cafés rund um die Plaza de Armas finden Sie eigentlich sämtlichen internationalen Snacks, nach denen es Sie gelüsten könnte – vom fettigen Hamburger bis hin zu Pizza, Sandwiches und sogar China Food, oder zumindest der peruanischen Version von China Food, dem „Chifa“.

Aber was wäre ein Aufenthalt in Cusco, ohne die typischen peruanischen Spezialitäten? Eine für uns Europäer sehr außergewöhnliche Köstlichkeit ist Cuy – gegrilltes Meerschweinchen! Das ist unglaublich lecker, man sollte beim Essen nur darauf verzichten, dem Tierchen direkt ins gegrillte Gesicht zu sehen.

Auch Alpakas stehen auf der peruanischen Speisekarte und die schmecken überraschenderweise wie ein zartes, saftiges Steak. Abends, wenn es kälter wird und es Sie nach etwas richtig Wärmenden gelüstet, sollten Sie unbedingt Lomo Saltado probieren, eine Art Fleischpfanne mit Tomaten, Zwiebeln und jeder Menge Gewürzen, die auf einem Bett aus Pommes und Reis serviert wird.

Viele Restaurants bieten Tagesmenüs an, bei denen Ihnen eine Suppe, ein Hauptgericht und ein Getränk serviert werden. Apropos Getränk: statt Cola finden Sie in vielen Restaurants „Inca Kola“, eine Art Limonade mit Tutti-Frutti-Geschmack. Und auch Chicha Morada, ein Getränk, welches aus lilanem Mais und Gewürzen gefertigt wird, ist hier sehr beliebt.

Festival Cuzco

Festival in Cuzco

Statt Bier finden Sie oft das „Bier der Anden“, Chicha, welches statt aus Hopfen und Malz ebenfalls aus Mais gewonnen wird.

Cusco hat eine Vielzahl an Restaurants, die sowohl den Besuchern als auch den Einheimischen die reichsten und traditionellen Mahlzeiten anbieten. Zu den hervorragendsten Gerichten gehören: Timpo oder Puchero ein traditionelles Gericht, bestehend aus einer Rinderbrust, Lammkeule, Speck und Beinen, ganzen Kohlblättern, Kartoffeln, Moraya, Kichererbsen und Reis, separat werden dazu gekochte Birnen, Pfirsiche, Süßkartoffeln und Maniok gereicht.

Weitere Lekkereien sind:

Chuño Cola: Dieses typische Gericht wird zu jeder Jahreszeit gegessen. Eine Fleischbrühe mit Würstchen, Kichererbsen, Kartoffeln und Reis mit Chuño-Mehl.

Pepián de Cuy: Meerschweinchenfleisch in Stücke geschnitte und Maismehl in Öl gebraten, mit einem Dressing aus Knoblauch, Zwiebeln und rotem Pfeffer. Dazu wird gekörnter Reis serviert.

Gefüllte Rocoto: Rocoto gefüllt mit Erdnüssen, Rosinen, Erbsen, Hackfleisch und verkocht mit geschlagenem Ei.

Tipps und Aktivitäten

Festival in Cusco PeruCusco ist eine der höchsten Städte Perus und gerade, wenn Sie aus den Tälern kommen, könnten Sie in den ersten Tagen unter der Höhenkrankheit leiden. Die Luft ist relativ dünn und das kann leicht zu Übelkeit, Schwindelgefühl und Unwohlsein führen. Die Quechua haben allerdings ein einfaches „Gegenmittel“: Koka. Die natürliche Form des Kokains verfügt über eine milde stimulierende Wirkung und wird nicht als Droge angesehen. Man findet beispielsweise Koka-Limonade oder Süßigkeiten, die damit versetzt sind, die Locals kauen auch gerne einfach mal die Koka-Blätter pur. Alternativ dazu gilt: viel, viel Wasser trinken, es ruhig angehen lassen und sich in der Apotheke ein Mittel gegen die Höhenkrankheit zu holen.

 Sacsayhuamán, die Festung der Inkas

Erkunden Sie Sacsayhuamán

Die Stadt gilt als relativ sicher, allerdings kommt es manchmal schon zu kleineren Raubüberfällen. Nehmen Sie immer nur so viel Bargeld wie nötig mit und versuchen Sie, nicht mit den „Wertsachen zu winken“, dann sollte nichts passieren.

Versuchen Sie sich unbedingt auch einmal in dem beliebten Barspiel „Sapo“, bei dem Sie versuchen, kleine Münzen in das Maul einer Kröte zu befördern – quasi die peruanische Version von Darts!

Höhenkrankheit

Höhenkrankheit kann jeden treffen – ob jung oder alt. Ab 2.500 Meter droht Höhenkrankeit. Die wenigsten Peru-Reisenden sind hohe Höhen gewohnt.  Wir empfehlen deshalb gleich bei der Ankunft in Cusco, Puno, Chivay, Huaraz oder Cajamarca Coca-Tee zu trinken. Alle Restaurants und Hotels bieten diesen Tee an und einige Hotels bieten ihn sogar kostenlos an. Trinken Sie den Coca-Tee während des gesamten Aufenthaltes in hohen Höhen.

Manch einer mag den Coca-Tee so sehr das er ihn nach Deutschland mitnehmen will um für einige Zeit noch das Urlaubsgefühl oder die wohltuende Wirkung der Coca-Blätter zu spüren. All denen müssen wir jedoch mitteilen das die Einfuhr in Europa strengsten verboten ist, da Coca-Tee oder Coca-Blätter in der EU unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Hotels und Unterkünfte

Hier können Sie übernachten

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Cusco in Hülle und Fülle – und das in allen Preiskategorien und Ansprüchen. Von günstigen Hostels über Hosteldejas (kleinen Familienbetrieben) bis hin zu gemütlichen Mittelklasse Hotels und einigen richtig luxuriösen Boutique Hotels. Seit 2012 hat Cusco sogar sein eigenes JW Marriot Hotel, welches sich direkt im historischen Altstadtkern befindet und trotzdem jede Menge Ruhe bietet.

Hoteles Casa Real
Hoteles Casa Real

Casa Andina Premium Cusco
Casa Andina Premium Cusco

Sonesta Hotel Cusco
Sonesta Hotel Cusco

San Agustin El Dorado
San Agustin El Dorado

El Virrey Boutique
El Virrey Boutique

Wann lohnt sich ein Besuch in Cusco?

CuzcoEndlos blauer Himmel, gemustert durch ein paar Schäfchenwolken – man möchte bei einem Trip nach Peru natürlich das beste Wetter mitnehmen. Die ideale Zeit für einen Besuch in den Anden ist deshalb die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober. Die Hauptsaison, in der zahlreiche Touristen aus Europa und Amerika hier ankommen, geht von Juni bis August. Das bedeutet allerdings auch, dass die meisten Sehenswürdigkeiten ziemlich voll sein können.

Übrigens kann es auch in der Hauptsaison zu kurzen Schauern oder Nebel in den frühen Morgenstunden kommen – allerdings ist das meist nicht von langer Dauer.

Die Regensaison beginnt im November und zieht sich bis in den März. Und hier bedeutet das: es regnet wirklich jeden Tag, mal mehr, mal weniger. Der meiste Regen fällt im Februar, dann werden auch einige Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der Inka Trail für Besucher geschlossen. Ein Vorteil der Regenzeit? Die Blumen, vor allem Orchideen, beginnen zu blühen und das ist ein wahrhaft prächtiger Anblick!

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Cusco sind die von Ende März bis Mitte Mai und von Oktober bis Mitte November. Das Klima in Cusco hat das ganze Jahr über gleichmäßige Tagestemperaturen zwischen 19 und 21 Grad. In den Nächten fallen die Temperaturen auf 2°- 8° Celsius. Die Jahreszeiten werden durch die Regen- und Trockenzeit bestimmt. Details zum Klima und Wetter in Cusco finden Sie hier.

Wetter aktuell

Aktuelles Wetter

Das Klima im Jahresdurchschnitt

Klimatabelle

Anreise per Flug, Bus oder Zug

So kommen Sie hin

Der internationale Flughafen Alejandro Velasco Astete ist der zweitwichtigste Flughafen in Peru, nach dem Flughafen in Lima. Der Flughafen befindet sich in der Region und Provinz Cusco, im Distrikt Wanchac-San Sebastián, ca. 3,7 km von der ehemaligen Kaiserstadt Cuzco entfernt.

In Cuzco werden Anschlussflüge nach La Paz, Lima, Arequipa, Puerto Maldonado, Juliaca, Saisonal: Tacna und Pisco angeboten.

Sie möchten bei Ihrer Tour durch Peru möglichst viel von der Landschaft sehen? Dann bietet sich die Fahrt mit dem Bus an. Es gibt Verbindungen nach Lima, Puno, Arequipa, Nasza, Copacabana, Ayachuco und sogar nach La Paz in Bolivien.

Last, but not least wäre da noch die Zugverbindungen der PeruRail, von denen es allerdings nur zwei gibt: eine nach Puno und eine nach Machu Picchu – übrigens der einzige Weg zu der Inka-Stadt, mal abgesehen von Schusters Rappen.

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Videos Cusco Peru

Über Cusco

Cuzco Provinz und Region
Einwohner Department 2015:1.316.729
Ältere erwachsene Bevölkerung:
126.379 (9,6%)
Bevölkerungsstatistik:
Ministerium für Frauen und gefährdete Bevölkerungsgruppen
Fläche:385,1 km²
Höhe: 3.399 m
Municipalidad

Flughafen:
Aeropuerto Internacional Alejandro Velasco Astete
Adresse:
Internationaler Flughafen Cuzco-Velasco Astete. Av. Velasco Astete s / n Huancha, Cusco, Peru
Flughafencode: IATA: CUZ, OACI: SPZO