Choquequirao in Peru – die letzte Zuflucht der Inkas

Choquequirao - Letzter Zufluchtsort der Inka

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Choquequirao – Trek zur Wiege des Goldes

Die archäologische Stätte Choquequirao liegt hoch oben in der Quriwayrachina-Gebirgskette Perus. Choquequirao ist eine überraschend gut erhaltene Ruine einer Inka-Stadt in Vilcabamba , in der Nähe von Cusco. Die Ruinenstadt wird häufig als die „kleine Schwester“ von Machu Picchu bezeichnet, da es zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen den beiden beeindruckenden Inka-Stätten gibt. Eigentlich müsste es die große Schwester heißen denn Choquequirao ist flächenmäßig größer als das überlaufene Weltwunder.

Die Inka-Stadt Choquequirao – Machu Picchu’s kleine Schwester

Für viele Peru-Reisende ist Choquequirao eine authentische Alternative zum touristischen Machu Picchu, für das es nur begrenzt verfügbare Eintrittskarten gibt. Andere, die bereits die mehrtägige Wanderung nach Machu Picchu genossen haben, finden im Choquequirao-Trek eine alternative Trekking-Route, die zu einem atemberaubenden Ziel führt. Die Wanderung verläuft durch eindrucksvolle Landschaften, ursprüngliche Ökosysteme sowie verschiedene Klimazonen und verleiht der Reise eine interessante Atmosphäre, bevor sie in Choquequirao endet.

Experten gehen davon aus, dass Choquequirao, genau wie Machu Picchu, von den spanischen Eroberern nie gefunden wurde. Die Ruinenstadt wird von vielen auch als letzte Zuflucht der Inkas angesehen, obwohl die Architektur der Anlage der der Chachapoya-Zivilisation im Norden Perus ähnelt.

Mit der Seibahn zum archäologischen Park

Der archäologische Park von Choquequirao befindet sich am Rande des Berges Salkantay nördlich des Apurímac Flusses. Offiziell gehört die Stätte zum Bezirk Santa Teresa in der Provinz La Convención, Departement Cusco. Choquequirao liegt auf einer Höhe von etwa 3.085 Meter über dem Meeresspiegel. Aufgrund ihrer Lage wird vermutet, dass diese Inka-Siedlung als Kontrollpunkt zwischen den wichtigen Städten Pisac, Cusco und Machu Picchu diente.

Derzeit ist eine viertägige Wanderung der einzige Weg, um zu den Ruinen von Choquequirao zu gelangen. Die peruanische Regierung plante den Bau einer Seilbahn von Kiuñalla über das Apurimac-Tal um rund 1500 Besuchern pro Tag zu den Ruinen zu transportieren. Dieser Vorschlag wurde im Mai 2017 abgelehnt. Ein neuer Vorschlag des Bürgermeisters von Cusco sieht den Start der Seilbahn ab Abra Camas vor. Nach Choquequirao kommen Aufgrund des rauen Zugangs jedes Jahr nur 10.000 Touristen zu Besuch und die geplante Seilbahn soll den Zugang zur Stadt erleichtern und den Tourismus fördern.

Die Geschichte eines verschollenen Juwels

Die Inka-Stadt Choquequirao wurde etwa im gleichen Zeitalter wie Machu Picchu erbaut. Archäologen bringen die Geschichte von Choquequirao mit der Eroberung des Inka-Kaisers Pachacutec in Verbindung. Vieles deutet darauf hin, dass die Stadt als landwirtschaftliches Zentrum für den Anbau und die Verteilung von Kokablättern – eine heilige Pflanze der Inkas – gedacht war. Die Stadt wurde auf einem abgeflachten Hügel erbaut, der vor Jahrhunderten planiert und mit Steinen besetzt wurde, um ein Abrutschen des Berges zu verhindern.

Choquequirao ist flächenmäßig größer als Machu Picchu. Die Existenz der mystischen Inka-Stadt war Einheimischen seit je langem bekannt, der peruanische Forscher Juan Diaz Arias Topete entdeckte die Stadt im Jahr 1710 und danach geriet sie für Jahrhunderte in Vergessenheit. Es war später Hiram Bingham, der Entdecker von Machu Picchu, der auch die Inka-Stätte Choquequirao im Jahre 1909 weltweit bekannt machte. Die Ausgrabungsarbeiten begannen jedoch erst im Jahr 1986. Trotz einer Fläche von sechs Quadratkilometern wurde bisher nur etwa ein Drittel der gesamten Fläche Choquequirao’s freigelegt.

Zu den zugänglichen Bereichen zählen ein Tempel und mehrere andere Gebäude rund um den Hauptplatz sowie mehrere Terrassen, die aus dem Dschungel freigelegt wurden. Ein Großteil der Stadt ist nach wie vor aufgrund des eindringenden Dschungels unzugänglich. Die Stadt besitzt zahlreiche Aquädukte, Tempel, Wohnhäuser und Brunnen. Einzigartig sind vor allem die „weißen Lamas“ aus Stein, welche die gigantisch großen Terrassen zieren. Die Anlage gilt immer noch als Geheimtipp für Hobbyarchäologen und Abenteuerlustige.

Bedeutung und Mythos

Der Name Choquequirao bedeutet übersetzt soviel wie „Wiege des Goldes“. In der Quechua-Sprache bezeichnet der Begriff „Choque“ Gold und alles, was damit zu tun hatte. Er bezog sich auch auf alle Dinge, die golden scheinen oder leuchten, wie die Sonne, einen Blitz, einen Stein, der unter der Sonne funkelt sowie alles Kostbare und Wertvolle. Der Name „Wiege des Goldes“ ist eine mögliche Anspielung auf die zahlreichen Goldminen, die in diesem Gebiet existierten, von den Inka zur Förderung von Gold genutzt und als heilig angesehen wurden. Der herrschende Inka galt in seinem Reich als der Sohn der Sonne auf Erden, während seine Frau vom Volk als „Quilla“ oder Darstellung des Mondes betrachtet wurde.

Choquequirao’s Architektur – Ruinen, die vom Leben erzählen

Der archäologische Komplex von Choquequirao weist verschiedene architektonische Stile auf und besteht aus einem Stadtgebiet mit gesäumten Terrassen und Brunnen, Zeremoniensälen und Landwirtschaftszonen. Viele der großen Steinmauern sind noch intakt und die Bauwerke zeugen von den beeindruckenden Bautechniken der Inka. Kalkstein und Granit wurden hier in die Gebäudestrukturen eingearbeitet.

Der Hauptplatz, auch Huaqaypata genannt, teilt das Gelände von Choquequirao in zwei Teile. Der Huaqaypata ist eine zweistöckige Steinkonstruktion. Daneben sind weitere Gebäude miteinander verbunden. Sogenannte Colcas zählen zu den typische Konstruktionen der wichtigsten Inkazentren. In Choquequirao haben diese Plattformen interne Unterteilungen. Der Zweck dieser Konstruktionen bestand zur Zeiten der Inka darin, Produkte wie Lebensmittel, Kleidung und andere zu lagern. Choquequirao verfügt außerdem über eine große Anzahl von Terrassen-Plattformen für den landwirtschaftlichen Anbau.

Die Bauwerke der Inkastadt

Im höchsten Teil von Choquequirao befinden sich mehrere Gebäude, deren Zweck wahrscheinlich die Unterbringung der Priester der Siedlung war. Es wird angenommen, dass die Inka-Stätte ein wichtiges zeremonielles Zentrum war.
Auf dem Inka-Friedhof von Choquequirao, der auch als Triumphmauer bekannt ist, wurden 17 Begräbnisstätten gefunden. Auch zwei Kallankas zeugen vom alltäglichen Leben der Menschen in Choquequirao. Diese rechteckigen Gebäude hatten verschiedene öffentliche Funktionen und waren Werkstätten, Verwaltungszentren, oder Versammlungsräume. Interessant sind besonders die Rinnen, die sich in den Wänden der Kallankas von Choquequirao befinden und zur Versorgung der Räumlichkeiten mit Wasser dienten.

Auf einem Hügel ist eine ovale Plattformkonstruktion zugänglich, die als Ushnu bekannt ist. Besucher genießen hier eine spektakuläre Aussicht. Aufgrund der umgebenden Mauer und des privilegierten Blicks auf die Schneebedeckten Bergspitzen der Anden, den Fluss und die gesammte Siedlung, die dieser Platz bietet, wird vermutet, dass er einem religiösen Zweck diente.

Auf der Westseite des Gipfels befinden sich riesige, abgestufte Terrassen die mit weißen Steineinlagen in Form von Lamas sorgfältig dekoriert sind. Diese sind über einen steilen Dschungelpfad zugänglich, der atemberaubende Ausblicke bietet. Auf der Ostseite, unterhalb des Hauptplatzes, befinden sich die ikonischen Terrassen in Tierform, die die Form eines Meerschweinchens widerspiegeln sollen.

Der Choquequirao-Trek

Der einzige Weg, um nach Choquequirao zu gelangen, führt über Land. Derzeit ist die mystische Ruinenstadt über einen etwa viertätigen Trek zu erreichen, schon bald jedoch soll eine Seilbahn die historische Stätte für eine größere Zahl von Besuchern zugänglich machen.

Die Hauptstrecke des Choquequirao-Treks startet in der kleinen Andenstadt Cachora auf etwa 2.903 Metern über dem Meeresspiegel. Besucher erreichen Cachora in etwa drei bis vier Autostunden von Cusco aus oder innerhalb von zwei Stunden ab Abancay. Hier beginnt die Wanderung zur archäologischen Stätte der Inkas. Die Route kreuzt wichtige Punkte wie Capuliyoc, Maranpata und Sunchupata.

Trekker erreichen Choquequirao nach 32 Kilometern von Cachora aus. Die durchschnittliche Gehzeit von Cachora nach Choquequirao beträgt für die meisten Wanderer etwa zehn bis zwölf Stunden. Derzeit wird eine Seilbahn gebaut, die die Wegzeit nach Choquequirao erheblich verkürzen wird.

Ein authentisches Abenteuer in den Anden Perus

Zwar ist die Wanderung nach Choquequirao nichts für schwache Nerven, aber in Peru ist sie fast unübertroffen. Mit weitem Blick auf die Anden und der Möglichkeit, einheimische Pflanzen und wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, ist diese Wanderung ein Muss für jeden ernsthaften Wanderer. Vielleicht haben Sie das Glück, auf Ihrem Weg den Flug des majestätischen Andenkondor zu beobachten oder wilden Vicuñas zu begegnen.

Angesichts der wachsenden Popularität des Landes bei internationalen Reisenden wird es immer schwieriger, in Peru ein authentisches Abenteuer zu finden. Die Choquequirao-Wanderung ist genau das. Die Choquequirao-Route führt Sie durch den steilen Apurimac Canyon. Wenn Sie in dieses steile Tal hinuntersteigen und die steile andere Seite zurückgehen, passieren Sie mehrere Mikroklimata, die sich mit der Höhe ändern.

Umgeben von üppigem Regenwald und schneebedeckten Gipfeln bietet die Choquequirao-Wanderung auf Schritt und Tritt neue Ausblicke. Es ist daher nicht im Geringsten verwunderlich, dass diese Bergstadt, zu der eine der schönsten Trekking-Routen Südamerikas führt, als das „neue Machu Picchu“ gelobt wird.

Choquequirao-Trek in vier Tagen und drei Nächten

Das drei- bis viertägige Abenteuer des Choquequirao-Treks beginnt am frühen Morgen des ersten Tag in Cusco und führt Sie nach einer etwa fünfstündigen Busfahrt in die Stadt Cachora. Dort ruhen Sie sich ein wenig aus, um die Trekking-Route zu beginnen. An diesem ersten Tag wandern Sie zwischen vier bis fünf Stunden und verbringen die Nacht am Ufer des Flusses Apurímac.

Der zweite Tag beginnt bereits sehr früh nach dem Frühstück mit einem relativ steilen und schwierigen Teil der Strecke. Insgesamt wandern Sie an diesem Tag vier bis fünf Stunden über Marampata bis zur archäologischen Stätte von Choquequirao.

Nachdem Sie den archäologischen Komplex von Choquequirao erkundet haben, beginnt der Rückweg auf derselben Strecke, auf der Sie angekommen sind. Nach einer etwa fünfstündigen Wanderung errichten Sie in der Gegend von Chiquisca ein Lager. Der letzte Tag beginnt früh. Auf dem letzten Teil der Strecke erreichen Sie den Aussichtspunkt Wayna Qali, wo Sie die Schönheit der Apurímac-Schlucht, die als eine der schönsten Schluchten Südamerikas gilt, bewundern können. Nach ungefähr drei Stunden Fußmarsch kehren Sie in die Stadt Cachora zurück, von wo aus Busse oder organisierte Taxis Sie nach Cusco zurückfahren.

Verlängerte Choquequirao-Route: Cusco – Choquequirao – Machu Picchu

Es gibt eine weitere Route, die Choquequirao in acht Tagen und sieben Nächten mit Machu Picchu verbindet. Insgesamt werden auf diesem Weg 115 Kilometer an Geschichte und Abenteuer abgedeckt. Die Route der ersten beiden Tage verläuft identisch mit dem oben beschriebenen Choqueqirao-Trek.

Am dritten Tag führt die Wanderung nach der Besichtigung von Choquequirao Sie weiter durch Orte wie den Río Blanco-Sektor und den Maizal-Sektor. Der Tag ist anstrengend, aber die malerischen Landschaften, die Sie auf Ihrem Weg durchqueren, sind ein wertvoller Lohn für Ihre Mühen.

Die Strecke des vierten Tages ist weniger anstrengend. Sie überquert den Yanama-Pass und erreicht dann die sogenannte „Mina Victoria“, eine alte Silberlagerstätte. Am fünften Tag beginnen Sie in die tropische Geographie Perus abzusteigen. Zu sehen sind die Zone von Totora und das Lager von Collpa. Die Wanderung des sechsten Tages führt Sie durch wunderschöne Landschaften sowie Bananen- und Kaffeeplantagen. Der Abstieg endet am Wasserfall von La Playa .

Der siebte Tag endet schließlich in der Stadt Aguas Calientes am Fuße von Machu Picchu, wo Sie übernachten. Der achte Tag ist dem Besuch von Machu Picchu gewidmet. Am späten Nachmittag kehren die meisten Wanderer von Aguas Calientes mit dem Zug nach Cusco zurück.

Geführte Touren

Für die eine Tour nach Choquequirao finden Sie hier die passenden Angebote von lokalen Agenturen. Die meisten Touren werden in englischer und spanischer Sprache angeboten. Einige deutschsprachige Angebote sind jedoch auch dabei.

Choquequirao: 5-tägige Trekkingtour zur verlorenen Inkastadt
5 Tage
ab 840,00 Eur
GetYourGuide
Choquequirao Trek 4 Tage – Halbautonomie
4 Tage
ab 135,00 USD
Viator
Tourenangebote von:
Choquequirao letzter Zufluchtsort der Inka
Choquequirao letzter Zufluchtsort der Inka

Die beste Reisezeit für Choquequirao

Die archäologische Stätte von Choquequirao liegt etwa 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Das Klima in dieser Region der Anden ist gemäßigt mit angenehm warmen Tagen und kühlen Temperaturen in der Nacht und in den Morgenstunden. Es wird geschätzt, dass die Temperatur an der archäologischen Stätte selbst etwa zwischen 5 ° C und 25 ° C variiert. Auf dem Weg, der zum Gipfel des Choquequirao führt, kann es jedoch aufgrund der Nähe der Apurímac-Schlucht tagsüber heiß werden, besonders wenn Sie beim Wandern in Bewegung sind.

Die Choquequirao-Wanderung wird am besten in der Trockenzeit zwischen Mai und September unternommen, wenn das Wetter am klarsten ist. Obwohl dies die Hochsaison ist, ist der Trail das ganze Jahr über ruhig und im Gegensatz zum geschäftigen Machu Picchu nicht überfüllt. In der Regenzeit besteht die Gefahr von Schlammlawinen und die steilen Wege können wegen des Mangels an festem Tritt ziemlich tückisch sein. Gute Wanderschuhe und ein wasserdichter Mantel sind das A und O auf Ihrem Trek nach Choquequirao, da auch in der Trockenzeit gelegentlich Regenschauer auftreten können.

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Hauptplatz

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Tania Teammitglied der Peru-Spezialisten

Cuzco und Umgebung