Paititi, die verlorene Stadt der Inka

Auf der Suche nach Gold, Silber und Juwelen

Das legendäre Volk der Inka herrschte vom 13. bis zum 16. Jahrhundert in Südamerika. Dabei schafften sie es, das Königreich über sechs Länder hinweg zu erstrecken und dabei über 14.000 Meilen an befestigten Pfaden zu erschaffen, auf denen selbst heute noch Forscher und Abenteurer nach der wohl größten Legende des Inka-Reiches suchen: Paititi, die legendäre „Stadt aus Gold“.

Als im 16. Jahrhundert der spanischer Eroberer Francisco Pizarro von den angeblichen Reichtümern der Inka „Wind bekam“ machte er sich auf, diese unbekannte Welt zu erforschen. Und mit erforschen meinen wir: zerstören und plündern. Sein größter Vorteil dabei: Schusswaffen, gegen die die Inka nicht viel entgegenzusetzen hatten.

So fiel eine Inka-Stadt nach der anderen den Spaniern zum Opfer, bis man sich nach drei „erfolgreichen“ Expeditionen bis in die Hauptstadt der Inka vorgekämpft hatte. Doch die Träume von schier unendlichem Gold, Silber und Juwelen sollten sich für die Spanier nicht erfüllen. Zwar fanden sie einiges, aber nichts, was ihre schier unendliche Gier befriedigt hätte.

Und dann hörten sie von Paititi

…der legendären Stadt aus Gold. Nachdem die Spanier nicht die erwünschten Schätze fanden, waren die Gerüchte um eine Stadt, tief verborgen wahlweise in den tiefsten Anden oder in den dichten Dschungeln des Amazonas, wie Balsam für ihre Ohren. Irgendwo sollten die Inka all die Schätze verborgen haben – aber gefunden hat sie bis heute niemand.

Dabei schien es Anfang der Neunziger Jahre so, als ob der Forscher Mario Polia in den Archiven des Vatikans einen unglaublichen Fund gemacht hätte: er fand einen Brief des Missionars Andreas Lopez an den Papst, der zwar Paititi nicht selbst gesehen haben wollte, aber angeblich trotzdem genau wusste, wo sich die verborgenen Schätze verstecken sollten. Und weiter besagt die Legende (oder die Verschwörungstheorie), dass heute der Vatikan ganz genau weiß, wo Paititi stehen soll, diese brisante Information aber lieber für sich behält.

Viele haben schon nach Paititi gesucht…

… aber bis heute ist niemand fündig geworden. Im Gegenteil, für so manches Forscher-Team wurden die dichten Dschungel und die hohen Berge schon zum Verhängnis. Mittlerweile ist man sich über eines einigermaßen sicher: Paititi soll sich irgendwo dort verbergen, wo Peru auf Brasilien und Bolivien trifft – also im tiefsten Amazonas.

Und das macht die Suche natürlich besonders schwer, denn nicht nur müssen sich die Abenteurer durch den dichten und unwegsamen Dschungel schlagen, es warten noch viele andere Gefahren auf sie: wilde und giftige Tiere, unbekannte Indio-Stämme, die nicht unbedingt freundlich auf Eindringlinge reagieren, Drogenbarone und illegale Wilderer, es ist nicht einfach, sich durch den Amazonas einen Weg zu bahnen.

Der Weg ist das Ziel?

Auch heute noch lockt Peru und die Legende von Paititi zahlreiche Besucher, Abenteurer, Archäologen und Naturbegeisterte an. Und tatsächlich wurde auf der Suche nach der verlorenen Stadt so einiges entdeckt: uralte Inka-Ruinen, Festungen, Wege, Grabstätten – vielleicht sind es keine materiellen Schätze, aber der historische Wert ist nicht zu ermessen. Und auch heute wissen wir immer noch viel zu wenig über das Inka-Reich und seine Bewohner.

Peru, mit seinen Wüsten und Dschungeln, Bergen und Küsten ist auch heute noch ein Mysterium für viele Besucher – aber eines, welches immer wieder zu aufregenden Abenteuern in der ursprünglichen und atemberaubenden Natur führt. Falls Sie mehr über Peru, Machu Picchu, Cuzco und vielleicht sogar Paititi erfahren oder sogar Ihre eigene „Expedition“ planen möchten, finden Sie hier zahlreiche interessante Informationen zu Land und Leuten.