Strandtipp Peru: Pacasmayo, das neue Surfer-Mekka

Strandtipp Peru: Pacasmayo, das neue Surfer-Mekka

Peru hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten vor allem unter Surfern einen äußerst guten Ruf erworben. Das liegt nicht nur daran, dass die Bedingungen im Pazifik perfekt geeignet sind, sondern auch an den vielen interessanten Surfspots, die noch nicht von den Massen entdeckt wurden.

Der Pacasmayo Beach gilt als wahre Legende unter Surfern, denn hier soll man eine der längsten Wellen der Welt reiten können: über 1500 Meter soll man die Welle in eine Richtung besurfen können. In Pacasmayo merkt man die entspannte Einstellung der Surfer. Hier läuft alles etwas lockerer und gediegener ab.

Was kann man unternehmen?

Natürlich allem voran erst einmal Surfen. Wer sich auf die Hammerwellen trauen möchte, dessen erste Adresse sollte der El Faro Beach sein, wo sich optimale Windbedingungen finden. Allerdings gibt es an dieser Stelle auf eine ziemlich starke Strömung, was den Spot nicht unbedingt für Anfänger geeignet sein lässt. Doch auch diese kommen in einer etwas geschützteren Bucht auf ihre Kosten und können dort, in ruhigeren Gewässern, erste „Schritte“ auf dem Wasser tun.

Jedes Jahr finden in Pacasmayo Wettbewerbe und Surf-Meisterschaften statt, die auch internationale Beachtung finden und dementsprechend immer mehr an Größe und Bedeutung gewinnen. Die Stadtverwaltung tut deshalb das Ihrige, den Ort immer mehr zu einem Wassersport-Mekka auszubauen.

Wer gerne in dem klaren Wasser baden möchte, ohne den Kopf von vorbreibrausenden Surfern abgefahren zu bekommen, den verschlägt es zum La Pena Larga südlich vom Hauptstrand. Hier kann man übrigens auch einfach mal die Angel auswerfen und abwarten, was man am Ende am Haken hat.

Doch auch die Innenstadt Pacasmayos ist immer einen Bummel wert. Die „Malecon“ – die Promenade – und das pittoreske Pier verzaubern einen genauso wie die zahlreichen prächtigen Gebäude aus der Kolonialzeit. Entlang der Promenade kann man sich günstig mit Getränken, traditionellen Snacks wie Churros oder auch kleinen Andenken eindecken.

Einen perfekten Blick über Pacasmayos und die Bucht hat man von El Mirador y El Cristo Resucitado, einer Jesus-Statue auf einem nahegelegenen Hügel, die an ihren großen Bruder in Rio de Janeiro erinnert.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Zwar gilt für Normal-Urlauber auch hier wieder: das Wetter ist am schönsten von Dezember bis März, aber Surfer bevorzugen tatsächlich lieber die Zeit von Juni bis November. Dann scheint zwar die Sonne nicht so häufig und abends ist es gut, wenn man einen dicken Pulli im Gepäck hat, aber dafür geht ein kräftiger Wind, der die Wellen anschwellen und das Surfvergnügen umso größer werden lässt.

Unterkünfte gibt es mittlerweile etliche, von der extrem günstigen Pritsche im Hostel für 10,- Dollar bis hin zum luxuriösen Bungalow irgendwo direkt am Strand. Als günstig und gut hat sich das Hotel El Mirador bewährt, wo man für 30 – 40,- Euro die Nacht sowohl W-Lan, als auch ein leckeres traditionell peruanisches Frühstück und einen Shuttle-Service zum Flughafen geboten bekommt.

Wie kommt man hin?

Pacasmayo liegt knappe 100 Kilometer nördlich von Trujillo. Wer von der Hauptstadt Lima aus anreisen möchte, kann also entweder für knapp 80,- Dollar in den Flieger steigen und nach Trujillo fliegen, oder aber man nimmt einen Bus und legt die knapp 590 Kilometer Strecke mit dem Bus über die Panamericana zurück. (Kosten, je nach Busunternehmen, zwischen 7 – 30,- Dollar).

Nach Pacasmayo selbst gibt es von Trujillo aus ebenfalls Busse, die vom Hauptterminal in der Nähe des Plaza de Armas abfahren. In Pacasmayo selbst kann man auf die Mototaxis zurückgreifen, die umgebauten Motorräder, die einen für extrem kleines Geld zu jedem Strand bringen.

Pacasmayo

Region La Libertad
Einwohner: 103000
Fläche: 35 km²
Höhe: 8 m
Municipalidad