Cerro San Cristobal

 Limas „Hausberg“ – Der Cerro San Cristobal

Limas Hausberg – Der Cerro San Cristobal

Lima wurde in der einzigen fruchtbaren Ebene Perus gegründet, die für die spanischen Schiffe zugänglich und gleichzeitig groß genug war, um eine Stadt zu beherbergen. Der Cerro San Cristobal liegt in die Stadt eingebettet nördlich der Altstadt auf der anderen Seite des Flusses. Der Berg hat historische und religiöse Bedeutung. Es heißt, die Inkas griffen die Spanier ein Jahr nach Limas Stadtgründung 1535 an und eroberten den Berg, während die Spanier den Stadtkern verteidigten. Der Hügel ist auch ein Wallfahrtsort: Jedes Jahr zu Ostern und am ersten Sonntag im Mai findet eine große Prozession zum Gipfel statt.

Lima von oben

Es gibt nicht allzu viele Orte, von denen man Lima von oben betrachten kann. Der Cerro San Cristobal ist einer davon. Ein weiterer Aussichtspunkt ist der Morro Solar in Chorrillios. An klaren Tagen reicht die Sicht über die verschiedenen Stadtviertel. Besonders ins Auge stechen die Plaza de Mayor, die Stierkampfarena, das Stadium und das am Meer gelegene Stadtviertel Miraflores. Der Cerro San Cristobal gilt immer noch als Geheimtipp unter den Besuchern Limas.

Der Cerro San Cristobal von unten

Der Cerro San Cristobal ist 409 Meter hoch und sticht aus der sonst flachen Stadt heraus. Auf der Spitze steht ein Kreuz, das 1928 errichtet wurde und nachts beleuchtet ist. Schon im Jahre 1535 stellten die Spanier ein Kreuz auf, an einer Stelle, die von der damaligen Stadt gut zu sehen war. Dieses Kreuz war einerseits ein religiöses Mal, auf der anderen Seite sollte es den Sieg der Spanier über die Inkas anzeigen. Es heißt, der Stadtgründer Francisco Pizarro habe gebetet, um Rettung vor dem Feind zu erhalten, woraufhin der Fluss anschwoll und es den auf dem Berg stationierten Inkas unmöglich machte, die Stadt zu erreichen. Deshalb nannte Pizarro den Berg nach dem Hl. Christophorus, der ja der Überlieferung nach Jesus durch den Fluss trug und zudem der Schutzheilige der Reisenden ist. Von mehreren Punkten in der Stadt fällt ein Mosaik aus bunten Häusern ins Auge – informelle Siedlungen, die an den Flanken des Cerro San Cristobal gebaut wurden.

Anreise

An den Hängen des Cerro San Cristobal befinden sich die schon erwähnten informellen Siedlungen, die Besucher zu Fuß aber eher meiden sollten. Ein Taxi zum Gipfel des Berges kostet etwa 15 Soles (knapp 5 Euro). Von der Plaza de Armas aus ist es auch möglich, für 10 Soles mit dem Bus auf den Cerro zu fahren. Hinauf führt eine sehr enge Straße durch die ärmeren Siedlungen Limas. Ein Besuch lohnt sich auch bei Sonnenuntergang, wenn die Beleuchtung der Stadt vor dem orangen Licht am Horizont zur Geltung kommt.

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