Das Museo de Arte de Lima – Einzigartige Sammlung peruanischer Kunst

Das Kunstmuseum Mali in Lima

Kunst hat in Peru eine lange Tradition. Und da im Laufe der Existenz der dort lebenden Kulturen viele politische und somit kulturelle Wechsel stattfanden, kann sich die peruanische Kunst vieler Facetten rühmen. Das Museo de Arte de Lima (kurz: Mali) befindet sich im Palacio de la Exposición.

Dieser Palast wurde 1871 speziell für Ausstellungen gebaut. Nachdem der Bau lange als eine Art Messegebäude fungierte, Sitz der Gesellschaft der Schönen Künste war und in den Jahren des Pazifikkrieges sogar als Kaserne für die chilenischen Truppen gedient hatte, wurde darin 1959 der erste Museum eröffnet, das ausschließlich künstlerischen Arbeiten gewidmet sein sollte: das Mali.

Die Besucher erwartet in diesem Museum ein umfassender Überblick über die peruanische Kunst über verschiedene Epochen hinweg, von den präkolumbianischen Zeiten bis heute. Es ist das größte Museum seiner Art in Peru. Der Bau ist eine reine Stahlkonstruktion und war eines der ersten Gebäude Limas, für die Stahl als Baumaterial in dieser Art verwendet wurde. Somit ist er auch für Architekturinteressierte ein durchaus sehenswertes Gebäude, das bei einem Besuch in Lima nicht fehlen sollte.

3000 Jahre peruanische Kunst

In mehreren Sälen präsentiert das Mali nach Epochen geordnete Exponate.Einen wichtigen Teil der Exponate machen die präkolumbianischen Stücke aus. Dieser etwa 3000 Jahre zurückreichende Zeitraum brachte die Kulturen der Inkas, Chavín, Moche, Nazca, und andere hervor.

Ausgestellt werden Textilien, Keramiken und Goldschmiedearbeiten. Tatsächlich gewannen diese Objekte erst in den letzten Jahrhunderten ihren Status als Kunst. Bei den Kulturen, die sie herstellten, waren sie vor allem Gebrauchsgegenstände oder dienten religiösen Zwecken und als Grabbeigaben.

Ein weiterer Bestandteil von großer Bedeutung ist die Kunst der Kolonialzeit. Denn mit der Kolonisierung kamen erstmals europäische Einflüsse nach Peru und schlugen sich in der bildenden Kunst nieder. Zudem wurde die Malerei zum Instrument für die Christianisierung der indigenen Bevölkerung Perus.

Berühmt für diese Epoche ist vor allem die Schule von Cuzco, deren berühmteste Künstler Nachfahren der indigenen Bevölkerung waren und den europäischen Stil mit Elementen ihrer eigenen Kultur anreicherten. Weiter gibt es einen Raum zur Republikanischen Kunst, die sich nach der Unabhängigkeitserklärung Perus etablierte und oft politisch beeinflusst war. Abgerundet wird die Präsentation mit einem Saal zur Kunst des 20. Jahrhunderts und einen Saal, in dem historische und moderne Fotografien ausgestellt werden.

Museo de Arte de Lima – MALI

Adresse:
Parque de la Exposición, Paseo Colon 125, Cercado de Lima
Öffnungszeiten: Di. – Fr., So. 10:00 – 19:00, Sa. 10:00 – 17:00
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