Vier prä-Inka Gräber in Lima entdeckt

Vier prä-Inka Gräber in Lima entdeckt

Archäologen haben in der peruanischen Hauptstadt Lima vier über 1.000 Jahre alte Gräber in Pyramidenform gefunden. Die Ausgrabungsstätte liegt in einer dicht besiedelten Wohngegend Limas und soll zur Ichma-Kultur gehören.

Die Leiterin der Ausgrabungen, Isabel Flores, gab bekannt, dass es sich hierbei um die Gräber von 4 Erwachsenen handle – drei Frauen und ein Mann – die in dem Zeitraum von 1000 – 1450 gelebt haben müssen.

Damit wäre bewiesen, dass die Ichma-Kultur vor dem Machtzug der Inka in dieser Gegend gesiedelt haben muss. Isabel Flores, die seit über 30 Jahren in Distrikt Miraflores forscht, sagt, dass man mit Sicherheit noch mehr Gräber finden würde, auch wenn Grabräuber und Bauunternehmer wahrscheinlich einen großen Teil schon zerstört haben müssen.

Die Leichen wurden sitzend begraben und das mit Blick in Richtung des Meeres, eingewickelt in handgewebte Textilien. Bei ihnen fanden sich Grabbeigaben wie Keramikstücke und Webwerkzeuge.

Ob sich auch Gold, Silber und andere wertvolle Beigaben in den Gräbern fanden, aber von Plünderern entwendet wurde, kann man noch nicht genau sagen – damit ist die Stellung der vier Leichen in der Ichma-Gesellschaft noch nicht eindeutig geklärt. Doch die Tatsache, dass ein ganzer „Huaca“ – die pyramidenförmigen Grabkammern – für sie erbaut wurden, lässt auf Adlige schließen.

Alleine in Lima wurden bis dato über 350 dieser zeremoniellen Grabanlagen – in Quechua auch Huacas genannt – gefunden. Und es kommen im ganzen Land immer wieder neue Grabstätten hinzu. Es gibt für Archäologen wohl kaum ein Land, das noch so viele Geheimnisse birgt, wie Peru.