Kunst im Familienbesitz: Das Museo Pedro de Osma

Der Kunstammler Pedro de Osma

Pedro de Osma lebte von 1901 bis 1967 und war ein privater Sammler, der sich auf peruanische Kunst aus dem Zeitraum vom 16. bis zum 19. Jahrhundert spezialisierte. Die immer schneller wachsende Sammlung veranlasste ihn dazu, sie in seinem Haus auszustellen.

Heute heißt es, das Museum beherberge die beste Gemäldesammlung Perus. Ein Grund für Sie also, neugierig zu sein und das Museum im ehemaligen Wohnhaus des Sammlers in Barranco zu besuchen. Zwar besteht die Sammlung zu einem großen Teil aus peruanischer Kunst, doch sind auch einige internationale Werke darunter, zum Beispiel aus Spanien, Deutschland oder Italien.

Später wurde dem Museum die Sammlung von José Ignacio Lambarri hinzugefügt, eine Erweiterung in die fernere Vergangenheit Perus. Das Museum beweist, welch wichtige Rolle private Sammler und Forscher in der Erhaltung der Zeugnisse vergangener Kulturen spielen – wären sie nicht, würden wir nicht in den Genuss kommen, in das Leben der Menschen vergangener Zeiten einzutauchen.

Die Gemäldesammlung des Museo Pedro de Osma

Unter den Gemälden des Museo Pedro de Osma befinden sich unter anderem Werke, die aus dem 16. Jahrhundert stammen, der Zeit, als die Spanier mit Hilfe der Kunst die indigene Bevölkerung zu ihrem Glauben zu bekehren versuchten.

Dazu gehören vor allem religiöse Szenen. Besonders miss in dieser Hinsicht auf die Schule von Cuzco hingewiesen werden. Die Kunst dieser Region war nämlich gleichermaßen von importierten europäischen Stilrichtungen wie von den Traditionen der Ureinwohner Perus inspiriert. Mit der republikanischen Zeit fanden auch gesellschaftliche Szenen, Porträts und Landschaftsdarstellungen Eingang in die Malerei.

Skulpturen, Metallhandwerk und antike Möbel

Genauso beeindruckend wie die Gemäldeausstellung ist die Skulpturensammlung des Museums. Es finden sich Werke aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Stein, und Elfenbein, dazu zwei Altäre.

Neben diesen Stücken glänzt die Sammlung mit Metallkunstwerken. Silberne Kelche für den religiösen Gebrauch und filigrane Figuren gehören zu den Highlights. Dieser Ausstellungsraum ist in Lima einzigartig.

Doch beschränkt sich das Museo de Pedro de Osma nicht auf reine Kunstgegenstände. Antike Möbel geben ein Bild von den Verhältnissen der besser gestellten Gesellschaftsschicht in Peru. Da sind Truhen und Schränke aus der Kolonialzeit, alle wunderschön verziert und aufwändig verarbeitet. Wertvolle Bücher und Textilien runden die Sammlung ab.

Museo Pedro de Osma

Adresse:
Pedro de Osma 421, Barranco
Öffnungszeiten:
Mo. – So. 10:00 – 18:00
Webseite

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