San Martín de Porres – Huacas und ein peruanischer Heiliger

Limas Distrikte: San Martín de Porres – alte Kulturen und moderne Bevölkerung gemischt

Am Nordufer des Rímac, westlich des Stadtzentrums von Lima, dehnt sich ein großer Bezirk in den Norden aus: San Martín de Porres. Der Bezirk entstand durch die Ankunft von Zuwanderern aus anderen Teilen Perus, die sich in der Hauptstadt mehr Arbeit und ein besseres Leben versprachen.

Mit seiner Universität und kommunalen Einrichtungen ist er vor allem ein Wohngebiet der Mittelschicht, doch ist es kein Fehler, wenn es Sie als Besucher aus der Kernstadt hinaus und dort hinzieht, es kommt darauf an, was Sie in Lima suchen.

Interessieren Sie sich für die alten Kulturen Perus? Dann sind Sie in San Martín de Porres richtig. Im Bezirk finden sich mehrere Huacas prä-hispanischer Kulturen, unter anderem die Huaca El Paraíso und die Huaca Garagay. Beide entstanden wohl vor etwa 3500 Jahren. In Garagay sind vor allem farbige Reliefs zu bewundern. Natürlich war die Gegend, zur Zeit der Entstehung der Huacas viel weniger besiedelt – heute sind die Huacas steinige Flecken inmitten der Stadtarchitektur.

Namensgeber des Bezirks

Dass die Religion in der Kultur Perus eine große Rolle spielt, bemerkt man nicht nur an den vielen Kirchen. Der Distrikt San Martín de Porres wurde nach einem Dominikanermönch benannt. Der 1597 geborene Martín de Porres, illegitimer Sohn einer freien schwarzen Frau aus Panama und eines Spaniers, trat mit fünfzehn Jahren in den Dominikanerorden ein und blieb dort bis zum Rest seines Lebens. Berühmt ist der Mönch und spätere Heilige vor allem für seine Barmherzigkeit gegenüber Menschen und Tieren. Deshalb zeigen ihn die Statuen, die in Lima ausgestellt sind, oft mit verschiedenen Tieren.

Museum in San Martín de Porres

Zu den größten Sehenswürdigkeiten in San Martín de Porres gehört das Geburtshaus des Mönchs, die Casa de San Martín de Porres. Von außen stechen die schönen Fenstergitter aus Metall sowie die Holztüren hervor. Im Innern sind die Wände teilweise mit spanischen Fliesen verziert. Zu sehen ist auch eine kleine Kapelle. Vor der Casa de San Martín de Porres steht eine Statue des Mönchs, Sie können es also kaum verfehlen.

Restaurants

In Lima isst man fast überall gut. Die Peruaner ebenso wie die Besucher lieben die nationale Küche. Allerdings haben sich verschiedene andere Kulturen in Peru integriert. Das Ergebnis sind Mischküchen, wie die japanisch-peruanische oder die chinesisch-peruanische, Chifa genannt. Chifa-Restaurants sind in San Martín mehrere vorhanden. Zu nennen ist da das Chifa Jumbo: Die Atmosphäre ist freundlich, die Gerichte schmackhaft, ansprechend zubereitet, günstig und vor allem sehr, sehr üppig.

Hotels

Da der Bezirk San Martín de Porres zentral liegt, ist es nicht verwunderlich, dass es dort einige günstige bis hochpreisige Hotels und Apartments gibt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind schnell zu erreichen, da der südliche Teil von San Martín de Porres direkt an Cercado de Lima grenzt, den Bezirk, in dem sich die historische Altstadt befindet. Auch das Meer und mit ihm verschiedene Strände sind nicht weit, zumindest, wenn man eine Unterkunft im westlichen Teil des Bezirks hat. Ansonsten kann man einfach ein Taxi nehmen, um an andere Orte zu gelangen, sie kosten nicht viel.

Distrikt San Martín de Porres

Einwohner: 722300
Fläche: 36,91 km²
Höhe: 123 m
Municipalidad