Rimac Stadtteil in Lima

Rimac Stadtteil in Lima

Rimac – Stierkampf und fröhliche Feste

Limas Distrikte: Rímac – Wo sich Geschichte und Tradition treffen

Lima hat völlig unterschiedliche Gesichter. Manche Viertel sind bunt, andere grau, die einen voller Leben, die anderen eher ruhig. Und dann unterscheiden sie sich natürlich in der Architektur, die immer einen gewissen Abschnitt der Geschichte widerspiegelt. Rimac ist neben dem Bezirk Cercado de Lima die Gegend mit den ältesten Bauwerken. Er liegt nördlich von Cercado de Lima, auf er anderen Seite des Flusses Rimac.

Der Bezirk, der unter den Spaniern im 16. Jahrhundert mit einem Krankenhaus und einer Kirche für Leprakranke begonnen hatte, wurde im 17. Jahrhundert ausgebaut. Eines der schönsten Denkmäler spanischer Baukunst ist der Paseo de Aguas, eine Promenade mit einem Wasserbecken und einer Rundbogenkonstruktion im Rokoko-Stil, 1770 bis 1776 erbaut. Hinter dem Park mit dem Wasser steckt eine schöne Liebesgeschichte. Im Becken vor dem roten Bogen spiegelt sich der Mond wieder, den der schon betagte Vizekönig einer jungen Dame zu Füßen legen wollte, die einwilligte, ihn zu heiraten, wenn er ihr diesen Wunsch erfüllte. In den Abendstunden wird das Bauwerk in bunten Farben beleuchtet.

Bekannt ist der Bezirk allerdings für eine Tradition, die auch aus Spanien importiert wurde: den Stierkampf. Es verwundert also nicht, dass der beliebteste Ort in Rimac die Plaza de Acho ist, die älteste Stierkampfarena Amerikas. Es heißt, sei die schönste und (unter Kennern) bekannteste ihrer Art, 1766 erbaut. Bis heute finden dort Stierkämpfe statt, und jeder Peruaner hat schon von dem großen Stierkampf-Event im Oktober und November gehört, der „Feria Taurina del Señor de los Milagros“.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

In Rimac befinden sich einige Sehenswürdigkeiten, in denen sich mehrere Stunden, wenn nicht sogar ein ganzer Tag verbringen lässt. An der Spitze ist der Cerro San Cristobal, Limas Hausberg, zu nennen. Von verschiedenen Punkten in Lima selbst zu sehen, sticht er durch die bunten Häuseransammlungen an seinen Hängen hervor. Besser aber, wenn Sie selbst einen Bus auf den Berg von der Plaza de Armas und der Plaza del Gobierno aus besteigen, um Lima von oben zu sehen, ein seltenes Vergnügen, das sich vor allem in den Abendstunden lohnt.

Oder Sie machen sich zu einem Spaziergang die Alameda de los Descalzos entlang auf: Eine von Bäumen und Statuen gesäumte Promenade, die zum Convento de los Descalzos führt. Die heutige Gestaltung stammt aus dem 19. Jahrhundert, die Parkähnliche Anlage ist ein Ruhepol in der hektischen Stadt und eine wahre Augenweide.

Ebenso sehenswert ist das Kloster. Während einer Tour können sie die Räumlichkeiten besichtigen, das Kloster besitzt zudem eine umfangreiche Bibliothek. Im angeschlossenen Museum sind etwa 300 Werke der Schulen von Lima, Cuzco und Quito zu sehen, die die peruanische Kunst entscheidend prägten.

Für alle, die sich für den Stierkampf interessieren, ist nicht nur die Stierkampfarena selbst, sondern auch das dazugehörige Museo Taurino de la Plaza de Acho der richtige Ort. Etwas ganz anderes, was Sie sich aber auf keinen Fall entgehen lassen sollten, sind die Peñas, von denen es gerade in Rimac besonders viele gibt: Feste mit kreolischer Musik, Tanz, Gesang, Freude, die den Tag verzaubern und die Abendstunden verkürzen. Auf einer Peña kommen Sie dem Wesen des Landes besonders nah, in der lockeren Atmosphäre lassen sich schnell Bekanntschaften knüpfen.

Restaurants in Rímac

Bekannt ist Rímac vor allem für seine kreolischen Restaurants. Was natürlich nicht heißen soll, dass Sie keine Restaurants mit peruanischer Küche finden – die eine oder andere Cevicheria gibt es natürlich. Wer nur Lust auf ein kurzes Mittagessen hat, probiert es am besten im Roky’s. Dort ist die Spezialität des Hauses, Pollio a la Brasa. Und wer es noch nicht weiß: Das mögen die Peruaner am Liebsten, gleich nach der Kartoffel, die natürlich als Beilage nicht fehlen darf.

Hotels und Unterkünfte

Die Hotels in Lima konzentrieren sich vor allem auf den Süden der Stadt. Trotz allem lohnt es sich, in Rímac nach einer Unterkunft Ausschau zu halten. Der Vorteil ist unbestreitbar: Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind in der Nähe, man muss nur den Fluss überqueren. Das Flair des Bezirks, zu dem die Kolonialarchitektur und die Ausgehmöglichkeiten ihren Teil beitragen, ist für Besucher sehr reizvoll. Zudem sind die Preise moderat.

Distrikt Rimac
Einwohner: 170600
Fläche: 11,87 km²
Municipalidad

Anreise

Rimac Karte

© OpenStreetMap-Mitwirkende www.openstreetmap.org/copyright

Videos

Videos Rimac